Nahrungsmittel fehlen

Helfer rufen zu Essenspenden für Flüchtlinge in Köpenick auf

Flüchtlinge bekommen in Berlin Geld nicht mehr pünktlich ausbezahlt, um sich etwas zu essen zu kaufen. Helfer in Köpenick sammeln Spenden.

Nach Berichten über den Notstand bei der Lebensmittelversorgung bei Flüchtlingen haben Helfer der Köpenicker Unterkunft „Allende II“ zu Essenspenden aufgerufen. Die ersten Spenden seien schon eingetroffen, sagte ein Helfer am Dienstag. „Die Versorgung ist massiv eingeschränkt.“

Eine Ursache des Problems liegt beim überlasteten Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso): Selbstversorger unter den Flüchtlingen bekommen Geld für Essen derzeit nicht mehr pünktlich ausbezahlt.

Laut „Berliner Zeitung“ geht der Köpenicker Heimleiter Peter Hermanns von 40 bis 50 betroffenen Bewohnern aus. „Es ist eine richtige Krise.“ Auch aus anderen Unterkünften gab es Medienberichten zufolge Klagen, dass Bewohner kein Geld bekommen hätten, um sich zu versorgen.

Das Köpenicker Heim ist keine Notunterkunft oder Erstaufnahmeeinrichtung. Es dient der Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben in Berlin. Die Bewohner solcher Einrichtungen versorgen sich in der Regel selbt. Selbstversorger bekommen monatlich eine Summe vergleichbar mit den Hartz-IV-Leistungen.

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