Facebook-Diskussion

Streit um "Studierendenwerk": "Überflüssiger Irrsinn"

Berlins Studentenwerk soll in "Studierendenwerk" umbenannt werden - ein teurer Plan. Bei Facebook wird die Umbenennung diskutiert.

Das Berliner Studentenwerk soll in "Studierendenwerk" umbenannt werden - damit sich kein Studierender und keine Studierende diskriminiert fühlt.

Die geplante Umbenennung verursacht hohe Kosten. Auf 800.000 Euro beziffert der Sprecher des Studentenwerks, Jürgen Morgenstern, laut "B.Z." die notwendigen Investitionen, beispielsweise durch die Umgestaltung des Logos, den Austausch von Schildern oder durch neues Briefpapier.

"Besser in ein bezahlbares Studentenwohnheim investieren"

Auf Facebook löst diese Nachricht unter den Leserinnen und Lesern der Berliner Morgenpost heftige Diskussionen aus.

Jan G. meint: "Kaum zu glauben, um welchen Kleinkram man sich hier in Berlin kümmert, Das Studentenwerk heißt doch schon immer so, warum muss das jetzt geändert werden?"

Anna Melissa Z. kommentiert: "Besser das Geld in ein bezahlbares Studentenwohnheim investieren. Aber Wohnraum ist natürlich unwichtig im Vergleich zu diesem unglaublichen Problem."

Simone F. schreibt ganz knapp: "Überflüssiger Irrsinn!"

Viktoria K. weist drauf hin: "Die Umbenennung ist ja kein alleiniges Berliner Problem. In BaWü und in NRW macht man das jetzt auch.... Ja es ist unnötig. Davon könnte man Wohnräume schaffen oder neue Arbeitsplätze schaffen oder Lernbedingungen verbessen."

Carmen C.: meint: "Nur weiter so, es gibt noch viel zu tun auf dem Weg, Berlin als Trottelstadt der Nation hinzustellen. Der Flughafen war schon mal ein guter Anfang!"

>> Hier die ganze Diskussion bei Facebook <<

Übergangsfrist bis 2022

Die Umbenennung soll allmählich stattfinden. Bis 2022 gilt eine Übergangsfrist. Ist beispielsweise altes Briefpapier aufgebraucht, wird es durch solches mit neuem Briefkopf eretzt.

Die veranschlagten 800.000 Euro stoßen jedoch dem Landesrechnungshof auf. Er will den Kostenplan überprüfen. Über die geplante Umbennung des Studentenwerks wird am 10. Februar im Wissenschaftsausschuss diskutiert.

Koalitionspartner CDU hat bereits Diskussionsbedarf angemeldet. Danach stimmen die Berliner Abgeordneten ab.