Vorwürfe in Freiburg

Berliner Clubs weisen Flüchtlinge nicht pauschal ab

Berliner Clubbetreibern sind keine sexuellen Übergriffe durch Flüchtlinge bekannt. In Freiburg soll es deswegen Zutrittsverbote geben.

In Berlin gibt es nach Angaben der Clubcommission etwa 80 bis 120 Clubs

In Berlin gibt es nach Angaben der Clubcommission etwa 80 bis 120 Clubs

Foto: imago/David Heerde / BM

Wie die „Badische Zeitung“ berichtet, haben in Freiburg nahezu alle Clubs und Diskotheken ihre Einlassregelungen für Flüchtlinge verschärft. Demnach habe es in den vergangenen Wochen vermehrt sexuelle Übergriffe und Taschendiebstähle durch Flüchtlinge gegeben. „Wir haben beschlossen, dass wir vorerst keine Menschen mehr in das White Rabbit reinlassen werden, die nur eine Aufenthaltsgestattung besitzen“, schreibt der Betreiber des Freiburger Clubs „White Rabbit“ in einer E-Mail.

Lutz Leichsenring, Sprecher der Berliner Clubcommission, hat von vergleichbaren Vorfällen in der Hauptstadt nichts gehört. Eine Häufung von Diebstählen oder Übergriffen durch Flüchtlinge sei ihm nicht bekannt, sagte Leichsenring der dpa. Die Auswahl der Gäste richtet sich Leichsenring zufolge nicht etwa nach der Hautfarbe, sondern danach, ob sie zum Publikum des Clubs und zur Musikrichtung passen. Probleme könnten generell Gruppen bekommen. „Es kann auch eine Gruppe von Geschäftsleuten treffen.“

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Die Berliner Clubs sind nach Angaben ihres Dachverbandes strikt bei der Auswahl der Gäste, aber nicht diskriminierend, was die Herkunft angeht. Die Türpolitik sei streng, weil die Nachfrage so groß sei, besonders in Touristen-Gegenden, sagte Leichsenring.

Der Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT) wies indes darauf hin, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen nicht pauschal an der Tür abgewiesen werden dürften. Zwar dürfe Besuchern der Zutritt verwehrt werden, wenn es Gründe dafür gebe, sagte BDT-Geschäftsführer Stephan Büttner am Montag. Das gelte vor allem, wenn sie aggressiv oder beleidigend aufträten, Kontrollen verweigerten, betrunken seien oder unter Drogen stünden. Aber: „Pauschale Abweisung geht nicht.“