Gemeindeparlament

Joffe als Chef der Jüdischen Gemeinde wiedergewählt

Unter Protest der Opposition ist Gideon Joffe erneut an die Spitze der Jüdischen Gemeinde zu Berlin gewählt worden.

Gideon Joffe ist als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wiedergewählt worden - allerdings unter Protest

Gideon Joffe ist als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wiedergewählt worden - allerdings unter Protest

Foto: Paul Zinken / dpa

In der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ist Gideon Joffe unter Protest der Opposition als Vorsitzender wiedergewählt worden. Der Vorstand wählte den 43-Jährigen bei der ersten Sitzung des neuen Gemeindeparlaments am Sonntagabend an seine Spitze. Das Oppositionsbündnis Emet hielt die Sitzung allerdings für unzulässig, weil aus seiner Sicht noch eine Wahlprüfung aussteht.

Die Jüdische Gemeinde Berlins gilt als größte Deutschlands. Sie ist seit Jahren zerstritten. Joffe hatte bei der Gemeindewahl im Dezember mit seiner Liste Koach 13 von 21 Sitzen in der Repräsentantenversammlung geholt, das Bündnis Emet kam auf 8 Sitze.

Emet äußerte nach der Wahl erhebliche Zweifel am Verfahren und schaltete den Zentralrat der Juden in Deutschland ein. Der Wahlleiter wies die Vorwürfe allerdings zurück. Nach seiner Darstellung ging bei ihm auch keine Beschwerde ein.