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Verkaufsoffener Sonntag in Berlin: Einzelhandel zufrieden

8000 Läden haben am Sonntag in Berlin geöffnet. Die Einzelhändler sind zufrieden, wünschen sich aber mehr verkaufsoffene Sonntage.

Aus der Schweiz zu Besuch in Berlin: Mario (22) und Sidonie (18) haben in Berlin am Sonntag erfolgreich eingekauft

Aus der Schweiz zu Besuch in Berlin: Mario (22) und Sidonie (18) haben in Berlin am Sonntag erfolgreich eingekauft

Foto: Sergej Glanze / Glanze

Der neue Flachbildschirm, die kältefeste Winterjacke, die neue Kaffeemaschine. Warum nicht in Ruhe am Sonntag auf Einkaufstour gehen? Nein, nicht im Internet, sondern im Laden vor Ort.

Am Wochenende war das wieder möglich. Zum Abschluss der Grünen Woche erlebte Berlin den zweiten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres. Malls, Kaufhäuser und Geschäfte der Stadt durften in der Zeit von 13 bis 20 Uhr öffnen. Und Berliner und Touristen nahmen das Angebot dankbar an.

Alle großen Shopping Malls wie Alexa, Wilmersdorfer Arcaden oder Mall of Berlin machten ebenso mit wie die Kaufhäuser Galeries Lafayette, Galeria Kaufhof oder das Kulturkaufhaus Dussmann. Auch die großen Elek­tronikmärkte, Bau- und Möbelhäuser nutzten die Möglichkeit zur Sonntagsöffnung. Dazu waren zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte von Schuhen bis Bekleidung für die zum Shopping entschlossenen Kunden da.

International sind zehn Tage schwer zu vermarkten

Etwa 7000 bis 8000 Geschäfte machten mit. Das sei ein starker Tag, meint Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg e.V. „Aber natürlich können wir uns noch mehr vorstellen.“

Handelsverband sowie Industrie- und Handelskammer (IHK) hatten sich Ende des vergangenen Jahres zufrieden darüber gezeigt, dass der Senat ihren gemeinsamen Vorstellungen folgte und die acht Sonntage frühzeitig festsetzte. Obergrenze sind acht amtliche und zwei individuelle verkaufsoffenen Sonntage pro Jahr.

>> Das sind die acht verkaufsoffenen Sonntage in Berlin 2016

„Wir sind stolz auf unsere zehn Tage“, so Busch-Petersen. Er wisse aber auch, dass dies international schwer zu vermarkten sei. Im europäischen Vergleich hinke man hinterher. „In Frankreich wird gerade eine Ausweitung des Sonntags verhandelt, die Briten haben jeden Sonntag sechs Stunden geöffnet, in Italien und Spanien gibt es gar keine Regelung. Aber im Moment sind unsere zehn Tage eben die Vorgabe, und wir machen das Beste daraus.“

Nächster verkaufsoffener Sonntag am 13. März

„Wir finden es sehr angenehm, weil es nicht so voll ist“, sagt Berlinerin Birgit Bernhardt, die mit Ehemann Ingo und Tochter Sarah zum Kurfürstendamm kam. „Wir haben gezielt nach Kleidung gesucht. Und brauchten eine neue Kaffeemaschine.“

Für die Berlin-Besucher Mario und Sidonie aus der Schweiz war die Sonntagsöffnung eine gute Gelegenheit zum Shopping. „Das ist für Touristen ein tolles Angebot“, meint Mario. Etwas Spezielles hätten sie nicht gesucht, sagt Sidonie noch. „Aber wir sind trotzdem fündig geworden.“ Der nächste verkaufsoffene Sonntag ist am 13. März anlässlich der Internationalen Tourismus-Börse Berlin (ITB).