Winterwetter

Kälte in Berlin - Ab Montag kann es schneien

In Berlin ist es zurzeit eisig kalt, ab Montag kann es sogar schneien. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Warnung herausgegeben.

Die Studentinnen aus dem englischen Leeds sind zu Besuch in Berlin. Sie halten sich mit Sprüngen vor dem Reichstag warm

Die Studentinnen aus dem englischen Leeds sind zu Besuch in Berlin. Sie halten sich mit Sprüngen vor dem Reichstag warm

Foto: Jörg Carstensen / dpa

In Berlin herrscht zurzeit Dauerfrost. Trotz Sonnenscheins steigt das Thermometer nicht über Werte von minus 9 Grad. Der Deutsche Wetterdienst veröffentlichte eine Warnmeldung vor strengem Frost.

„Das hat sich angekündigt und kam nicht überraschend“, sagte Meteorologe Stefan Hahn vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag.

Bei den Temperaturen war Deutschland allerdings zweigeteilt - zwischen den kältesten Orten im Nordosten und den wärmsten im Westen lagen fast 20 Grad Unterschied.

Auch in der kommenden Nacht sollen die Tiefstwerte in Berlin und Brandenburg wieder auf Werte um minus 11 Grad absinken, im Einzelfall sogar auf minus 13 Grad, ähnlich wie in der vergangenen Nacht. „Die gefühlte Temperatur lag wegen des starken Windes bei minus 26 Grad im Osten des Landes, bei minus 24 Grad im Westen“, so der Meteorologe. Grund für den Wintereinbruch sind das Hochdruckgebiet "Christine" über Skandinavien und ein Tiefdruckgebiet über Irland. Dazwischen wird trockene und kalte Luft aus Sibirien nach Berlin geführt.

Bei Frankfurt (Oder) trieben bereits erste Eisstücke auf dem Fluss. Sie werden aber nicht von Dauer sein: mit steigenden Temperaturen tauen sie schnell weg. Von einer Eisschicht überzogen zeigte sich auch der Madlitzer See in Alt Madlitz im Landkreis Oder-Spree. Stockenten und Schwäne suchten Zuflucht an einer eisfreien Stelle.

Geranien splittern wie Glas

Nach den teilweise milden vergangenen Tagen bot sich vielerorts in Vorgärten, Balkonkästen und Parks in der Region ein bizarres Schauspiel. Zum Teil noch in voller Blüte stehende Geranien waren am frühen Morgen erfroren und splitterten bei der kleinsten Berührung wie Glas. Primelblüten, die sich schon vorfristig gezeigt hatten, schmückten sich mit Eiskristallen.

Am Berliner Alexanderplatz wurden minus zehn Grad registriert. Fahrradfahrer - sonst ein alltäglicher Anblick in der Stadt - machten sich rar. Die in den vergangenen Tagen bei Sonnenschein noch gern genutzte Terrassenplätze vor Cafés in der Hauptstadt waren nur noch etwas für Hartgesottene.

Schnee ab Montag möglich

Für den Montag sagt der Deutsche Wetterdienst leichten Schneefall voraus. In Südbrandenburg sind bis zum Nachmittag bis zu drei Zentimeter Neuschnee möglich. Streckenweise ist mit Glätte zu rechnen. Die Höchstwerte erreichen nur minus 8 bis minus 3 Grad, in Berlin minus 5 Grad. Dabei weht weiter ein mäßiger Südostwind.

Auch in der Nacht zu Dienstag kann es schneien, der Wetterdienst warnt vor verbreiteter Glätte. Der Wind lässt aber langsam nach.

Das Winterwetter bleibt noch bis Donnerstag, danach soll es wieder wärmer werden. Die Meteorologen rechnen mit Höchstwerten von bis zu 8 Grad - plus, wohlgemerkt.

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