Babyklappe

Totes Baby in Neukölln: Polizeihunde suchen nach Mutter

Im Fall des toten Säuglings in Neukölln hat die Polizei Mantrailer-Hunde eingesetzt. Sie folgten einer Spur bis nach Charlottenburg.

Dieser Mantrailer-Hund sucht nach einer Spur zur Mutter des toten Babys

Dieser Mantrailer-Hund sucht nach einer Spur zur Mutter des toten Babys

Foto: Abix

Polizeibeamte haben am Sonnabend mit einem Mantrailer-Hund nach einer Spur im Fall des toten Neugeborenen aus der Babyklappe des Krankenhauses Neukölln gesucht. Die Tiere sind speziell ausgebildet und können auch noch nach Tagen Witterung von Menschen aufnehmen.

Am Vormittag starteten die Ermittler in der Nähe des Klinikums in Gropiusstadt mit der Suche. Der Hund folgte einer Spur zur Autobahn A 113 und erreichte am Nachmittag die Abfahrt Kaiserdamm an der A 100. Die Autobahnen wurden mehrfach kurz gesperrt.

Die Mutter des Säuglings wurde nicht gefunden. In dem Fall ist bisher ein Hinweis bei der Kriminalpolizei eingegangen. Dieser erbrachte aber ebenfalls keine heiße Spur zu der Mutter des Neugeborenen, wie die Polizei am Sonnabend weiter mitteilte.

Das tote Baby war in der Nacht zum Donnerstag in die Babyklappe des Krankenhauses Neukölln gelegt worden. Kurz vor 2 Uhr sah das Fachpersonal des Krankenhauses das nicht fachgerecht entbundene und nackte Mädchen in der Babyklappe und begann sofort mit der Reanimation, die erfolglos blieb. In diesem Zeitraum beobachteten Zeugen ein Fahrzeug in der Nähe des Krankenhauses. Die Polizei sucht nun nach diesem Auto.

Die Polizei sucht Zeugen, die in der Nacht zu Silvester Beobachtungen im Bereich des Krankenhauses gemacht haben. Wer eine Frau kennt, die schwanger war und aktuell kein Baby hat oder sonstige Hinweise zu der Mutter geben kann, wird um Hinweise an die 8. Mordkommission des Landeskriminalamtes an der Keithstraße 30 unter der Telefonnummer (030) 4664-911 888 sowie jede andere Polizeidienststelle gebeten.