Berlin

Regierungsviertel - Wo Obdachlose am Spreeufer schlafen

In Berlin sind Obdachlose allgegenwärtig. Auch im Regierungsviertel suchen sie sich Nischen zum Schlafen - wie am Ludwig-Erhard-Ufer.

Geschützt unter den Spreebrücken beispielsweise an der Hugo-Preuß-Brücke am Hauptbahnhof oder entlang des Uferweges am Ludwig-Erhard-Ufer haben sie in Sichtweite des Bundeskanzleramtes ihr "Quartier" bezogen. Um etwas vor der Kälte geschützt zu sein, campieren einige in Zelten, andere wiederum nächtigen auf einer Parkbank oder auch darunter.

Sie schlafen auf einer aus Pappe bestehenden Unterlage. Seit Jahren wird von einer gleichbleibend hohen Zahl von Obdachlosen ausgegangen. Nach Schätzungen des Senates leben in Berlin 2000 bis 4000 Obdachlose.

Die Berliner Obdachlosenhilfe beispielsweise bietet an drei Standorten jeweils zwei Mal die Woche den Hilfsbedürftigen eine Mahlzeit und warme Getränke. So unter anderem am Leopoldplatz, dem Alexanderplatz sowie am Kottbusser Tor.

Ehrenamtliche Helfer bereiten die Mahlzeiten vor und teilen sie dann auch aus. Jetzt, wo die Temperaturen weiter in den Minusbereich abgleiten, ist die Hilfe besonders gefragt. So werden von den Helfern auch Kleidung und Decken an die auf der Straße lebenden Menschen verteilt.

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