Berlin

Wahl in der Jüdischen Gemeinde angefochten

Das Oppositionsbündnis legt Einspruch gegen die Wahlergebnisse ein. Die Chancengleichheit sei „massiv verletzt“ worden.

Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Foto: Paul Zinken / dpa

Der Streit um die Wahl in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin geht weiter: Vier Kandidaten des Oppositionsbündnisses Emet („Wahrheit“) haben nach eigenen Angaben Einspruch gegen die Ergebnisse eingelegt. „Nunmehr hoffen wir auf eine Klärung der Lage mit rechtlichen Mitteln“, teilte das Bündnis am Dienstag auf Facebook mit. Zuvor hatte Spitzenkandidat Sergey Lagodinsky laut RBB-„Abendschau“ gesagt, die Chancengleichheit der Oppositionskandidaten sei bei der Wahl „massiv verletzt“ worden.

Bei der Abstimmung über ein neues Gemeindeparlament hatte sich der Vorsitzende Gideon Joffe mit seiner Liste Koach (hebräisch für „Kraft“) durchgesetzt. Danach hatte der Wahlleiter bereits Manipulationsvorwürfe zurückgewiesen. dpa