Asyl in Berlin

Über Weihnachten kamen weniger Flüchtlinge nach Berlin

In der Hauptstadt kamen über die Feiertage weniger Asylsuchende an als sonst. Das dürfte sich allerdings bald wieder ändern.

Flüchtlinge aus Afghanistan warten im Dezember  am Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin auf die Kleiderausgabe der Hilfsorganisation "Moabit hilft"

Flüchtlinge aus Afghanistan warten im Dezember am Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin auf die Kleiderausgabe der Hilfsorganisation "Moabit hilft"

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Über Weihnachten sind vergleichsweise wenige Flüchtlinge nach Berlin gekommen - entsprechend ruhig blieb es auch an ihrer ersten Anlaufstelle. Die Lage am Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) habe sich über die Feiertage entspannt, sagte ein Sprecher der zuständigen Senatsverwaltung am Samstag. Vor Ort waren demnach nur ein paar Übersetzer und einige Wachleute.

Seit Donnerstag kamen ihm zufolge knapp 450 Asylsuchende per Sonderzug aus Bayern in die Hauptstadtregion. Das waren demnach weniger als in den Tagen und Wochen zuvor.

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Neuankömmlinge wurden dem Sprecher zufolge in die Notunterkunft Olympiapark in der Glockenturmstraße gebracht. „Für Familien mit kleinen Kindern ging es weiter in eine spezielle Unterkunft in Marzahn“, sagte er.

Knapp 78.000 Flüchtlinge in Berlin registriert

Seit Januar wurden in Berlin knapp 78.000 Asylsuchende registriert. Die Zahl der Ankommenden war im Dezember auch insgesamt zurückgegangen. Mitte des Monats trafen nach Angaben der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales beispielsweise rund 270 Asylbewerber an einem Tag ein - Anfang November kamen durchschnittlich 600 bis 700.

Die Behörde rechnet nach Weihnachten allerdings wieder mit steigenden Flüchtlingszahlen. In einem noch nicht belegten Hangar auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof gebe es noch freie Plätze.

Zuletzt waren Neuankömmlinge in einigen neuen Notunterkünften untergebracht worden - darunter ein früheres Kaufhaus und ein ehemaliges Hotel in der Nähe des Potsdamer Platzes.

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