Zugewanderte Kinder

Berlin stellt mehr Schulpsychologen ein

Berlin bekommt 13 neue Schulpsychologen. Sie sollen Lehrkräfte und Schulen bei der Hilfe für zugewanderte Kinder unterstützen.

Flüchtlingskinder in Deutschland

Flüchtlingskinder in Deutschland

Foto: Axel Heimken / dpa

Berlin wird im kommenden Jahr 13 zusätzliche Schulpsychologen einstellen. Diese sollen die rund 84 Schulpsychologen unterstützen, die es bislang in Berlin gibt. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) reagiert damit auf den gestiegenen Unterstützungsbedarf von Lehrkräften und Schulen für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche. Der Berliner Morgenpost sagte sie: „Ziel ist es, an den Berliner Schulen für Entlastung und Hilfe beim Umgang mit den oft traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu sorgen.“

Auch die Bundesländer Hessen und Nordrhein-Westfalen stellen zusätzliche Schulpsychologen ein. In Hessen kommen allerdings nur elf Kräfte hinzu, in NRW sind es 20. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hatte im Herbst in NRW einen Brandbrief an die Schulministerin mitunterzeichnet und eine Pressemitteilung veröffentlicht, in dem auf die aktuellen neuen Aufgaben und erforderliche neue Stellen hingewiesen wurde. Mit überforderten Lehrern und Schülern werde die Integration schwerlich gelingen. Schulpsychologen könnten durch Fortbildungen und Hilfsangebote in den Schulen auch beim Umgang mit Traumatisierungen helfen, heißt es in dem Schreiben.

In der derzeitigen Situation müssen die Schulen mit umfassenden psychologischen Kompetenzen unterstützt werden. Das ist mit den vorhandenen Schulpsychologen nicht zu leisten. „Die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterlebnissen in der Klasse und die adäquate Förderung wird ein Grundstein für die gelingende Integration in die deutsche Gesellschaft und die Bewältigung der derzeitigen Zuwanderung sein“, sagte der Vorsitzende der BDP-Sektion Schulpsychologie Stefan Drewes.

Der Berliner Schulpsychologe Klaus Seifried, stellvertretener Vorsitzender des Bundesverbandes der Schulpsychologen, äußerte sich erfreut über die zusätzlichen Stellen, die in Berlin besetzt werden sollen. „Das unterstützt die Arbeit mit den Flüchtlingskindern sehr“, sagte er der Berliner Morgenpost. Berlin habe zusammen mit Hessen und NRW diesbezüglich eine Vorreiterrolle eingenommen. Schulpsychologen müssten Lehrkräfte im Umgang mit Flüchtlingskinder beraten, sowohl die Sprachbildung als auch die fremde Kultur betreffend. Bei verhaltensauffälligen Kindern ginge es darum, wie mit Konflikten umgegangen werden sollte.

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