Berlin

Morgenpost und 104.6 RTL suchen Berliner des Jahres

Wer hat Großes geleistet? Wer hat Sie 2015 beeindruckt? Machen Sie mit bei der Wahl

Das Dutzend ist voll. Zum zwölften Mal wählt die Stadt den „Berliner des Jahres“. 2004 suchte die Berliner Morgenpost zum ersten Mal die Persönlichkeit, die im zurückliegenden Jahr Herausragendes in und für Berlin geleistet hatte. Damals erhielt Peter Raue diese besondere Auszeichnung. Der Rechtsanwalt und Kulturförderer hatte die MoMA-Ausstellung aus New York in die Neue Nationalgalerie gebracht, wo sie sich zu einem einzigartigen Besuchermagneten mit insgesamt 1,2 Millionen Gästen entwickelte.

Nun fragen die Berliner Morgenpost und der Radiosender 104.6 RTL erneut: Wer hat sich in diesem Jahr durch eine besondere Leistung ausgezeichnet, wer hat dafür gesorgt, dass einmal nicht das Dauerärgernis Flughafen BER oder die Misere der ewig überfüllten Bürgerämter für Schlagzeilen sorgten? Schlagen Sie uns Kandidatinnen und Kandidaten vor, die Sie im Jahr 2015 beeindruckt oder berührt haben. Sie können Prominente nominieren, Schauspieler oder Sänger, Sportler oder bildende Künstler, Wissenschaftler oder Erfinder, Unternehmer oder Politiker.

Eine Berlin-Hymne gehört noch heute zum Sound der Stadt

Zu den prominenten Siegern der vergangenen Jahre zählt der Unternehmer und Mäzen Hans Wall. Er erhielt die Auszeichnung 2005, weil er sich für viele Projekte in der Stadt eingesetzt hat, auch mit großzügiger finanzieller Unterstützung. Ebenfalls für sein großes Engagement wurde 2008 der Entertainer Frank Zander geehrt. Er organisiert jedes Jahr ein Gänsebratenessen für mehrere Tausend Arme und Obdachlose im Hotel Estrel. 2009 räumte der Musiker und Sänger Peter Fox die Trophäe ab. Sein Album „Stadtaffe“ rangierte damals wochenlang in der Spitzengruppe der Charts, mit dem Song „Schwarz zu Blau“ schuf Fox eine Berlin-Hymne, die auch heute noch zum Sound der Stadt gehört.

Nur einmal errang bislang ein Politiker den Titel. 2010 überzeugte der SPD- Politiker und Bezirksbürgermeister von Neukölln, Heinz Buschkowsky, mit seinem Einsatz für die Integration und mit seinen klaren Worten zu misslungener „Multi-Kulti-Politik“. Zweimal, 2012 und 2013, schafften es Sportler aufs Siegertreppchen, zunächst Diskuswerfer Robert Harting, im Folgejahr Tennisspielerin Sabine Lisicki. Im vergangenen Jahr schließlich wurden zum ersten Mal zwei Berliner ausgezeichnet: die Brüder Marc und Christopher Bauder. Der Filmemacher und der Lichtkünstler hatten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls die Lichtgrenze geschaffen. Diese Installation aus 7000 leuchtenden Ballons, ergänzt durch Tafeln und Dokumentarfilme, machte deutsche Geschichte lebendig. Sie löste Emotionen aus, regte zum Nachdenken an, brachte Menschen miteinander ins Gespräch und war ein international beachtetes Ereignis. „Lichtgrenze“ wurde sogar zum Wort des Jahres gekürt.

Aber vielleicht möchten Sie gar keinen Prominenten als „Berliner des Jahres“ vorschlagen. Viele unserer Leser sind eher von Menschen beeindruckt, die nicht im Rampenlicht stehen, die zupacken und Gutes tun, von den „Helden des Alltags“. 2006 gewann die Ärztin Jenny de la Torre den Titel, die mit ihrer Stiftung Obdachlose medizinisch betreut. 2011 siegte Monika Schultz. Sie griff am S-Bahnhof Marzahn ein, als mehrere Männer sich stritten. Einer der Männer stürzte auf die Gleise. Monika Schulz zog ihn wieder auf den Bahnsteig, bevor der nächste Zug einlief. Dann rief sie die Polizei, während andere Fahrgäste nicht reagierten. Vielleicht kennen auch Sie einen solchen Menschen, der mit ehrenamtlichem bürgerschaftlichen Engagement Großes für die Stadt geleistet oder durch Mut und Zivilcourage einen anderen Menschen gerettet hat.

Wer könnte in diesem Jahr Chancen auf den Titel haben? Vielleicht Diana Henniges von „Moabit hilft“, stellvertretend für die vielen Tausend Berliner, die sich für Flüchtlinge einsetzen und dazu beitragen, den Geflüchteten eine Aufnahme in unsere Gesellschaft zu ermöglichen. „Moabit hilft“ kümmert sich insbesondere um die Menschen, die täglich viele, viele Stunden auf dem Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) warten. Die Abkürzung Lageso ist längst zum Synonym einer überforderten Behörde, ja, des Versagens geworden. Ohne die Ehrenamtlichen von „Moabit hilft“ wäre der Betrieb auf dem Gelände längst zusammengebrochen, hätten Asylsuchende vermutlich ernsthafte gesundheitliche Schäden erlitten.

Vielleicht sehen Sie in diesem Jahr aber auch einen Politiker vorn. Michael Müller zum Beispiel, der vor einem Jahr die Nachfolge von Klaus Wowereit antrat. Der SPD-Politiker hat sein erstes Jahr als Regierender Bürgermeister nach Ansicht vieler Berliner sehr gut absolviert. Oder Dieter Glietsch, der ehemalige Polizeipräsident, der als Flüchtlingsstaatssekretär viel zur Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge beiträgt.

Vielleicht möchten Sie aber auch erneut einen Vertreter des Sports auszeichnen. Pal Dardai etwa, den Trainer von Hertha BSC, der die Fußballmannschaft, die im vergangenen Jahr noch gegen den Abstieg kämpfte, in die Spitzengruppe der Bundesliga gebracht hat. Oder einen Künstler wie zum Beispiel die Schauspielerin Meret Becker, die sich im „Tatort“ zum neuen Gesicht eines jungen Berlins mausert. Für wen auch immer Sie votieren: Bitte schreiben Sie uns und beteiligen Sie sich an der Wahl zum „Berliner des Jahres 2015“ und gewinnen Sie einen unserer wertvollen Buchpreise. Wie Sie mitmachen können, steht im Infokasten. Wir freuen uns auf Ihre Zuschrift.