Turnschuh-Kult

Wie der Sneaker zum Lieblingstreter der Deutschen wurde

Keine Fußbekleidung hat einen solchen gesellschaftlichen Durchmarsch geschafft wie der Sneaker. Berliner Experten erklären den Erfolg.

Ein Schuh wie eine Rüstung: Jung-Designer Dustin Le Marque, Berliner Sneaker-Experte, mit seinen Rick Owens, sehr angesagten und nicht billigen High-Top-Turnschuhen

Ein Schuh wie eine Rüstung: Jung-Designer Dustin Le Marque, Berliner Sneaker-Experte, mit seinen Rick Owens, sehr angesagten und nicht billigen High-Top-Turnschuhen

Foto: Sergej Glanze / Glanze

Zur Jeans trägt Modedesigner Dustin Le Marque ganz lässig den Sneaker seiner Wahl. Schwarze High-Tops von Rick Owens aus superfeinem Leder mit einer auffällig langen Lasche.

Die Marke ist unter Sneaker-Fans ein Schwergewicht, Rick-Owens-Treter kosten schnell mal viele hundert Euro. „Wenn ich zur Pariser Fashion Show gehe, ziehe ich sie an. Es fällt mir damit leichter, dorthin zu gehen. Die Schuhe sind ein bisschen wie eine Rüstung“, sagt der 22-jährige Meisterschüler des Lette-Vereins.

Er spürt positive Vibes, wenn er seine Lieblingsschuhe trägt. Und doch brauchen Sneaker-Träger vor allem eigenes Selbstbewusstsein, wollen sie wirklich cool sein: „Natürlich soll der Schuh nicht mich tragen, sondern ich den Schuh“, sagt der junge Mann im grauen Hoodie.

Der kleinste gemeinsame Nenner der Gesellschaft?

Dustin Le Marque hat ein Faible für Schuhe und insbesondere Sneaker und kann sich gut vorstellen, später eigene zu entwerfen. Schon 2012 hat er angefangen, mit Schuhentwürfen zu spielen, hat zu Hause einen klassischen Budapester ausgemustert und von einem Schuster auf eine dicke helle Gummisohle montieren lassen. Schließlich ist die Gummisohle ein Wesensmerkmal von Sneakern. „To sneak heißt im Englischen ja nichts anderes als schleichen“, sagt der Jung-Designer, der in Schöneberg aufgewachsen ist, aber auch südafrikanische Wurzeln hat.

Sind Sneaker heute der kleinste gemeinsame Nenner der Gesellschaft? Auf welchen Fuß man auch schaut, die „Schleicher“ sind in diesem kühlen Frühling, der sich Winter nennt, erste Wahl. Doch so demokratisch der Sneaker in Bunt, Weiß oder Schwarz, in Flach oder Hoch auch daher kommen mag – die Wahl des Modells verrät den Träger.

Sag mir, welchen Schuh Du trägst, und ich sage Dir, wer Du bist. Der größte Unterschied zwischen den Trägertypen ist wohl der zwischen denen, die lediglich auf jeder Trendwelle surfen, und jenen, die sich auf Englisch „Sneakerheads“ nennen. Das sind die Fanatiker, die Sammler, die Junkies. Die durchaus bereit sind, auch mal mehrere hundert Euro für ein Modell auszugeben.

Die unerfüllten Kindheitsträume der Sneakerheads

Simon Bus, 33, ist Moderator von turnschuh.tv und besitzt 70 Paar Schuhe. Er würde sich nicht unbedingt als Fanatiker bezeichnen. Für Turnschuhe interessiert er sich aber schon seit den 90er-Jahren. Damals, als Basketballstar Michael Jordan eine Ikone war, dessen Schuhe Simon Bus nicht bekommen konnte. Das nagte an ihm, fast kann man sagen, er entwickelte einen Komplex – und er schwor sich, das irgendwann einmal zu kompensieren. Wenn er groß ist . . .

Unerfüllte Kindheitsträume treiben viele Sneakerheads um, wie Hikmet Sugör weiß. Der 43-jährige Berliner hat über 700 Paar zu Hause stehen und eröffnete 2002 einen der ersten Sneakerläden in Berlin. Zusammen mit Simon Bus dreht er jede Woche eine Sendung, die auf YouTube läuft. 400 Videos, die in zweieinhalb Jahren entstanden, gibt es mittlerweile schon – sie erzielten weit über drei Millionen Klicks. Über 22.000 Menschen haben den Kanal abonniert.

In Bus’ Sendung geht es um die jeweils neuen Modelle der Woche. Die Drehs finden direkt im Laden Solebox an der Nürnberger Straße in Charlottenburg statt. Angefangen hat Sugör vor vielen Jahren damit, limitierte Ware zu importieren: „Damals gab es die globale Erreichbarkeit, wie wir sie heute haben, noch nicht.“

Sugör erinnert sich noch gut daran, wie ihm vor dem Mauerfall Alliierte aus dem PX, einem amerikanischer Supermarkt, Turnschuhe mitbrachten. „Wir durften da ja nicht rein, deshalb haben wir ihnen Geld gegeben, in der Hoffnung, dass sie mit einem Paar Turnschuhen wieder rauskommen.“ Fasziniert haben ihn diese Schuhe schon damals. Wahrscheinlich gerade deshalb, weil sie nicht ohne Weiteres erreichbar waren. „Viele können eine ganz ähnliche Geschichte erzählen“, sagt er.

Endlich eine Sehnsucht stillen

Endlich eine Sehnsucht stillen – das trifft auch auf die Sneaker-Sammlerin Julia Schoierer zu. In der noch immer männlich geprägten Szene hat es die Fotografin unter dem Namen „Sneakerqueen“ zu großer Prominenz gebracht. Sie betreibt seit Langem einen werbefreien Themenblog – den Namen Sneakerqueen haben ihr befreundete Graffiti-Künstler verpasst.

Als die heute 34-Jährige mit Anfang 20 zu Hause auszog, besaß sie schon rund 150 Paar Sneaker. Inzwischen habe sie etwas den Überblick verloren, erzählt sie und muss dabei ein bisschen lachen. „Als ich das letzte Mal gezählt habe, waren es 600 Paar, die ich in verschiedenen Depots aufbewahre. Inzwischen dürften es um die 800 Paar sein“, sagt die Frau mit der silberblonden Kurzhaarfrisur. Wenn sie von ihren Sammelobjekten erzählt, spricht sie schnell und leidenschaftlich: „Zu allen meinen Schuhen habe ich eine sentimentale Beziehung. Ich bin mit Sneakern aufgewachsen. Meine Schwester hatte viele Freunde, die DJs und Rapper waren und natürlich Sneaker trugen. Das fand ich cool.“ Doch eigene weiße Turnschuhe durfte Julia erst einmal nicht haben, weil die zu schnell dreckig werden konnten, wie die Mutter fand. Das Verbot machte die Schuhe in den Augen der Tochter natürlich noch begehrenswerter

Die Unterschiede in der Sneaker-Szene

Beim Interview trägt sie ein Paar weißer Adidas Rivalry – eine hohe Version mit hellgrauen Streifen: Weil die Sneakerqueen in der Szene als Meinungsbildnerin gilt, hat die Herzogenauracher Firma die Berlinerin 2013 mit vier anderen Sammlern zu einem Collector’s Project eingeladen. Sie hat beim Designen ihrem Lieblingsmodell einen individuellen Look gegeben, die Streifen in geprägtem Schlangenlederimitat gestaltet und die Schnürsenkel mit goldenen Enden veredelt. Insgesamt 50 Paar wurden von Julia Schoierers Rivalry-Version vertrieben, 200 Euro kostete eines. Auf dem Sammlermarkt sind sie längst sehr viel mehr wert, bei eBay wurden sie zuletzt für den doppelten Preis angeboten.

Innerhalb der Sneaker-Szene gibt es nicht nur verschiedene Trägertypen, sondern auch große kulturelle Unterschiede. „In den USA wird alles auf den sportlichen Look gesetzt. Basketball, also die Jordans sind beliebt. Der europäische Markt dagegen setzt vor allem auf Running-Retro-Modelle, Halbschuh-Silhouetten – da geht es mehr um Style“, hat Bus festgestellt. Auf beiden Seiten des Atlantiks werden aber technische Aspekte des Turnschuhs wichtiger: „Die Hersteller benutzen atmungsaktive Materialien, Gore-Tex, Baumwolle. Adidas zum Beispiel hat zusammen mit BASF die so genannte Boost-Sohle entwickelt, auf der man läuft wie auf Wolken.“

Aktuelle Trends gibt es viele. Neben klassischen Tennisschuhen wie dem Stan Smith mit flacher, meist unifarbener Sohle sind Schuhe mit glänzenden Oberflächen – Metallic-Optik – oder futuristischen Styles angesagt. Diese heben sich mit technischen Innovationen ab: „Es fällt auf, dass Hersteller vermehrt die DNA der Modelle aus der Sportbekleidung in den Lifestyle bringen“, sagt Bus.

Dauerbrenner Chucks: Unisex, für Coole und Nerds

Eines der meistverkauften Sneakermodelle, wenn nicht das meistverkaufte überhaupt ist ein Klassiker und seit fast 100 Jahren auf dem (amerikanischen) Markt – die Chucks. Auch wenn es heute kaum noch einer glauben mag: „Früher hat man darin sogar Sport gemacht“, sagt Sugör. „Außerdem sind sie gesellschaftsfähig: unisex, für Coole und Nerds, für Kinder und Erwachsene.“

Neben der emotionalen Seite hat die Sneaker-Leidenschaft noch viele andere Aspekte, modische, auch wissenschaftliche und wirtschaftliche. Josh Luber, 37, ist einer, der sich mit dem wirtschaftlichen Hintergrund gut auskennt. Der Sammler aus den USA erstellt Tabellen und Diagramme. Bei einer TED X-Konferenz sprach Luber über die Bedeutung der Basketball-Legende Michael Jordan für den Sneaker-Markt. Der Jordan 3 Black Cement von Nike etwa sei für den Turnschuhmarkt wie das iPhone für den Handymarkt. 1988 kam der Schuh ein einziges Mal heraus, dann noch einmal 2011. Nach wenigen Minuten war er damals weltweit ausverkauft und das, weil Menschen tagelang vor den Schuhläden dieser Welt campierten. Auch vor der Solebox ist das häufig so. Zuletzt bei einem Schuh von Adidas, dem Yeezy Boost 350, den Rapper Kanye West designed hat und den seine Frau, das It-Girl Kim Kardashian, bereits ein halbes Jahr vorher bei einem öffentlichen Auftritt getragen hatte.

Weiterverkauf als riesiges Geschäft

Aber nicht jeder hat Zeit, die Schule zu schwänzen oder Urlaub zu nehmen, nur um einen Turnschuh zu kaufen. Mittlerweile, das erzählt Bus noch, gibt es deshalb sogenannte Bots. Solche Computerprogramme lösen eine automatische Bestellung aus, sobald der heiß ersehnte Schuh online erhältlich ist. Während also Person X gerade noch dabei ist, ihre Zahlungsdaten einzugeben, ist der Schuh durch die Bots längst ausverkauft.

Der Weiterverkauf hat sich zu einem riesigen Geschäft entwickelt, vorzugsweise im weltweiten Netz. Die steigenden Preise im Internet zeigen das. Oft gibt es ein Modell nur wenige Minuten nach der Präsentation für einen Preis, der zwei- bis dreimal so hoch ist wie der ursprüngliche. Marty McFlys Schuhe aus dem Kultfilm „Zurück in die Zukunft“, die Nike Air Mags, die sich per Knopfdruck schließen, wurden kurzzeitig für über 8000 US-Dollar auf eBay gesehen.

Sind Sneakers eine gute Wertanlage? Simon Bus jedenfalls ärgert sich manchmal, wenn er mit seinem neuen Turnschuh an den Füßen im Netz entdeckt, wie viel Gewinn er bei einem Weiterverkauf hätte machen können. Luber hat mithilfe von Daten herausgefunden, dass man heute 162 Prozent Gewinn gemacht hätte, wenn man 2011 in den Jordan 3 Black Cement investiert hätte. Zum Vergleich: Apple-Aktien hätten in der selben Zeitspanne „nur“ 134 Prozent eingebracht. Seltenes reizt eben mehr als Dinge, die im Überfluss auf dem Markt gestreut werden. Das langweilt irgendwann. Limitation ist daher auch in der Sneaker-Welt der Schlüssel zur Marktwirtschaft.

Ein Paar Sneaker enthält sehr viele soziale Informationen

Wie genau kam es zu dem erstaunlichen Hype um ein Schuhwerk, das längst nicht mehr nur zum Tragen gemacht wird? Das hat in diesem Jahr die Ausstellung „The Rise of Sneaker Culture“ über den Aufstieg der Sneaker-Kultur in New York analysiert. Wie viele soziale Informationen ein Paar Turnschuhe über den Träger verraten kann, zeigten die in Brooklyn ausgestellten Modelle deutlich. Sie umfassten den ersten Converse All Star im schlichten Leinen-Look aus dem Jahr 1917 ebenso wie die glamourösen Sneaker von heute, die internationale Designer wie Jimmy Choo oder Louboutin entworfen haben. Sie wurden in den Glasvitrinen des Brooklyn Museum wie wertvolle Kunstobjekte präsentiert.

Die Anfänge des Gummisohlenschuhs in der Mitte des 19. Jahrhunderts waren bescheiden. Neue Vulkanisationsprozesse machten die Entwicklung praktischen Schuhwerks für Athleten überhaupt erst möglich. Einer der ältesten existierenden Laufschuhe stammt aus der Zeit um 1860. Zweckmäßig musste der Sportschuh sein, Punkt.

Chuck Taylor, der gefeierte Basketballstar, ging bereits Anfang der 20er-Jahre eine Kooperation mit Converse ein, um Schuhe mit zu entwickeln und zu promoten. Die einträgliche Verbindung zwischen Sportstars und Herstellern wurde zu einem Erfolgsmodell, das seitdem und bis heute zahllose Nachahmer gefunden hat. In den 20-ern, so die Ausstellungsmacher, setzte bei Sneakern ein Demokratisierungsprozess ein. Sie wurden in den folgenden Jahrzehnten zum Sportschuh für jedermann – egal aus welcher sozialen Schicht, egal welchen Alters.

Ein Minister in Sportschuhen

Eine modische Bedeutung hat der Sneaker Ende der 60er-, Anfang der 70er-Jahre erhalten, sagt der Museologe Martin Herde, der im Adidas Unternehmensarchiv die Schuhsammlung verantwortet: „Das hat sich parallel zur politischen Entwicklung vollzogen, bis hin zum Minister, der sich in Sportschuhen vereidigen lässt.“ Tatsächlich hat der Grünen-Politiker Joschka Fischer hierzulande Turnschuh-Geschichte geschrieben: Bei seiner Vereidigung zum hessischen Umweltminister trug Fischer 1985 weiße Sneaker, eine gezielte Provokation, die eine politische und popkulturelle Dimension hatte und das Land veränderte.

Auch heute noch ist das Tragen von Sneakern eine Demonstration. Manche Erwachsene ziehen sie an, um zu zeigen, dass sie jung geblieben sind – oder es zumindest bleiben wollen. Darunter sind auch Träger, die den „Casual Friday“ die gesamte Woche über im Büro ausleben. Anzüge kombiniert mit Turnschuhen sieht man immer häufiger an Orten, an denen man das nicht erwarten würde. Manche Sneaker-Träger versuchen, so etwas zu sagen wie: „Hey, ich bin Rebell, weiß immer noch, was angesagt ist, kann in meinen Beruf aber trotzdem seriös sein.“ Wer sich nicht streng nach dem konventionellen Kleidungskodex richtet, kann heute im Allgemeinen mit Sympathiepunkten rechnen.

Die New Yorker Ausstellung erzählt auch von einem weiteren einschneidenden Wandel der Sneaker-Kultur in den 80er-Jahren. High-End-Sneaker seien damals zu Emblemen eines hemmungslosen Konsums geworden, sagt die von Kuratorin Elizabeth Semmelhack verantwortete Schau. Zeitgleich mit der Fitness-Welle als Spiegel eines Ich-Kults entwickelte sich der Sneaker zum begehrten Modeobjekt. Der Schuh wurde für den Auftritt auf der Straße genau so wichtig wie für die Sporthalle. Der Launch der kultigen Air Jordans von Nike Mitte der Achtziger und die Koop der Hip-Hop-Gruppe Run-DMC mit Adidas sind charakteristisch für diese Epoche.

Kostbare Sammler-Objekte

Was damals begann, hat sich bis heute fortgesetzt: durch das Zusammengehen von Hip-Hop, Basketball und Sneaker-Kultur sind die Schuhe vielfach zu kostbaren (Sammler-)Objekten geworden. Auch zum Ausdruck urbaner Männlichkeit. Längst haben Edel-Designmarken wie Lanvin oder Stella McCartney den Sneaker für sich entdeckt. Dass Louis Vuitton mit Rappern wie Kanye West kooperiert, wundert da keinen mehr. Der „Louis Vuitton x Kanye West Don“ von 2009 etwa ist Statussymbol auch über die Rap-Szene hinaus.

Der Sneaker am Fuß von Hip-Hoppern, die nicht selten einen Hang zur Gewalt zeigen und das gern inszenieren, kann auf das Image des Schuhs abfärben. Das zeigen die Sneaker-Geschichten, die das Brooklyn Museum von seinen Besuchern hören wollte. Die lieferten zahlreich. Ein Besucher mit dem Twitternamen „@vigilante_vegan“ verband eine liebevolle Schuhzeichnung mit der unmissverständlichen Aufforderung nach Gewaltfreiheit in der Sneaker-Kultur: „Keep it cruelty free!“

Der Berliner Sneaker-Experte Dustin Le Marque ist durch die 90er-Jahre geprägt, hat früher ganz klassisch Converse getragen, sich aber auch an der Rap-Szene orientiert. Die Sneaker-Kultur war lange Jahre männlich dominiert, doch jetzt sieht Le Marque einen neuen Trend zur Weiblichkeit. Selbst auf Partys gehört der Sneaker inzwischen auch für viele junge Frauen zum Outfit dazu. Turnschuhe sind für Le Marque nicht nur Ausdruck von Persönlichkeit, sondern stehen in seinen Augen auch für ein Freiheitsgefühl. Sind der Grund, auf dem wir uns bewegen: „Schuhe tragen uns durchs Leben“, so der Jung-Designer.

Auf der Suche nach neuen Styles

Sneakerqueen Julia Schoierer kennt sich nicht nur mit Schuh-Trends aus, sondern bestimmt sie auch mit. Im Gespräch räumt sie aber ganz offen ein, dass sie selbst lieber Schuhe trägt, die nicht von den Firmen gepusht werden: „Für mich ist der ideale Schuh einer, der nicht gehypt ist. Ich muss einen emotionalen Bezug dazu haben.“ Und so stöbert sie laufend in Läden auf der Suche nach neuen Styles.

Wenn sie ein Modell findet, das ihr gefällt, lässt sie ein Paar schon mal zwei, drei Jahre im Schrank stehen, bis die Schuhe wieder aus den Läden verschwunden sind. Und holt sie erst dann aus dem Regal heraus. Denn eines ist für die Sneakerqueen ganz klar: „Der wahre Sammler schürt seinen eigenen Hype, welcher nur selten etwas mit dem der Massen zu tun hat.“