Berlin

Kite-Surfen auf dem Tempelhofer Feld ab sofort eingeschränkt

Neues Sicherheitskonzept nach tödlichem Unfall beschlossen

Anfang November starb ein Radfahrer im Krankenhaus, nachdem ihn wenige Tage zuvor auf dem Tempelhofer Feld ein Kite-Drachen getroffen hatte. Gut einen Monat danach hat die Grün Berlin GmbH am Donnerstag mitgeteilt, dass Kite-Surfer dort nur noch eingeschränkt unterwegs sein dürfen. Laut Mitteilung des landeseigenen Unternehmens, das das Feld bewirtschaftet, ist der Windsport ab sofort nur noch in zwei Bereichen des Feldes erlaubt.

Zu den Windsportzonen zählen künftig eine Wiese in der Nähe des nördlichen Hauptweges sowie ein asphaltierter Bereich der südlichen Strecke. Neben den bereits vorhandenen Hinweisen auf dem Feld zu möglichen Gefahren durch den Windsport wird es zudem temporäre Aufsteller geben, die auf die Kite-Bereiche hinweisen. Gleichzeitig werden die Windsportler aufgefordert, mehr Rücksicht auf die anderen Besucher des Tempelhofer Feldes zu nehmen.

Die Grün Berlin GmbH hat die vorläufigen Sicherheitsmaßnahmen sowohl mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sowie Vertretern der Windsportarten abgestimmt, teilte die Behörde von Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) am Donnerstag mit. Ob die Maßnahmen ausreichend sind, soll noch überprüft werden. Bis Ostern 2016 soll dann ein endgültiges Konzept für Nutzung und Sicherheit erarbeitet werden.

Rund 12.000 Sportler und Spaziergänger sind täglich auf dem Tempelhofer Feld unterwegs und kommen sich dabei oft gefährlich nahe.

Der 64 Jahre alte Fahrradfahrer, der am 31. Oktober vom Drachen eines 26 Jahre alten Kite-Surfers zu Boden gerissen wurde und dabei schwere Kopfverletzungen erlitt, war nicht der erste Tote auf dem Tempelhofer Feld. 2013 war ein Radfahrer gestorben, nachdem er mit einem Jogger zusammengestoßen war.