Elternarbeit

„Gute Schulen setzen sich Ziele und arbeiten daran“

Ruby Mattig-Krone ist seit fünf Jahren Qualitätsbeauftragte der Bildungsverwaltung. Jetzt hat sie Bilanz ihrer Arbeit gezogen.

Ruby Krone-Mattig, unabhängige Qualitätsbeauftragte der Berliner Bildungsverwaltung, zieht nach fünf Jahren Bilanz

Ruby Krone-Mattig, unabhängige Qualitätsbeauftragte der Berliner Bildungsverwaltung, zieht nach fünf Jahren Bilanz

Foto: DAVIDS/Sven Darmer

Fünf Jahre ist sie jetzt im Amt – die Qualitätsbeauftragte der Bildungsverwaltung Ruby Mattig-Krone,60. Am Donnerstag zog sie Bilanz. Allein in diesem Jahr habe sie 2000 Mails beantwortet. Meist würden sich Eltern bei ihr melden, die wissen wollen, welche Rechte und Pflichten sie in der Schule ihrer Kinder haben, sagte sie. Viel Erklärungsbedarf gebe es zudem, wenn ein Schulwechsel oder der Übergang auf die Oberschule bevorstehe. Aber auch Lehrer, Erzieher und Schulleiter würden sie um Rat und Hilfe bitten.

Aus dem Ehrenamt ist eine Honorartätigkeit geworden

Ihr Arbeitsumfang habe sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre verdreifacht, sagte Mattig-Krone. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat diese Tatsache zum Anlass genommen, aus dem Ehrenamt der Qualtitätsbeauftragten ein Amt auf Honorarbasis zu machen. Auch eine Ausbildung als Mediatorin hat die Verwaltung Mattig-Krone bezahlt.

Diese hat während ihrer bisherigen Tätigkeit feststellen müsssen, dass Eltern am liebsten für jede Kleinigkeit im Schulalltag eine Reglung haben wollen. „Etwa dafür, wie viel Hausaufgaben aufgegeben werden dürfen oder nach welchen Maßstäben Bewertungen gemacht werden sollen“, sagte sie. Dabei hätten die Schulen die Freiheit, diese Dinge selbst zu entscheiden, was gut sei. Im Rahmen der Schulkonferenz könnten schließlich auch Eltern an diesen Entscheidungen mitwirken.

Die Arbeit der Schulleitung ist entscheidend für den Erfolg einer Schule

Mattig-Krone hat in den vergangenen fünd Jahren Einblick in den Alltag vieler Berliner Schulen nehmen können. Ob eine Schule erfolgreich sei oder nicht, liege vor allem an der Arbeit der Schulleitung, fasste sie ihre Erfahrungen zusammen. „Eine gute Schule setzt sich Ziele und arbeitet daran, diese auch umzusetzen.“ Das sei ein langwieriger Prozeß, an dem auch die Eltern beteiltigt werden müssten.

Elternvertreter sind zufrieden mit der Qualitätsbeauftragten

Damit diese sich stärker einbringen können, hat Mattig-Krone Schulungen für einige Mütter und Väter organisiert. Die sollen ihr Wissen nun an viele anderen Eltern weitergeben. „Gegenwärtig sind 12 der 24 ausgebildeten Eltern ehrenamtlich als Elternfortbildner tätig“, sagte sie.

Der Vorsitzenden des Landeselternausschusses, Norman Heise, bezeichnete die Arbeit von Mattig-Krone als überaus wichtig. Sie habe ein großes Netzwerk aufgebaut und trage dazu bei, Eltern besser zu informieren und Konflikte schnell beizulegen, sagte er.