Plänterwald

Der Spreepark in Berlin soll wieder für Besucher öffnen

Der geschlossene Spreepark hat einen neuen Betreiber. Der will den Park wieder für Besucher öffnen - aber nicht als Vergnügungspark.

Seit mehr als 14 Jahren ist der Spreepark im Plänterwald geschlossen. Das Riesenrad und andere Fahrgeschäfte des einstigen DDR-Vergnügungsparks sind mittlerweile so verfallen, dass vielerorten Einsturzgefahr besteht. Doch im kommenden Jahr soll das 40 Hektar große Areal zumindest in Teilbereichen wieder für Besucher öffnen. Wie die Grün Berlin GmbH am Donnerstag mitteilte, wird sie den ehemaligen Kulturpark Plänterwald zum 1. Januar 2016 übernehmen.

Die Gesellschaft im Besitz des Landes Berlin hat sich viel vorgenommen. „Die vielen Gefahrenstellen, marode Gebäude und Fahrgeschäfte, Stolperstellen und Altlasten müssen beseitigt werden“, sagte Grün Berlin-Sprecherin Bettina Riese.

Einen klassischen Vergügungspark wird es nicht wieder geben

Das Unternehmen hofft, dass mit Saisonstart im Frühjahr bereits erste Führungen über gesicherte Korridore angeboten werden können. Zudem soll bis Spätsommer ein „hochwertiges und kulturaffines“ Nutzungskonzept entwickelt werden, das auch wieeder Touristen anzieht. Die Wiederherstellung des großen Riesenrades sei dabei ein wesentliches Ziel. Einen klassischen Vergnügungspark werde es aber nicht mehr geben.

Vorstellbar sei etwa, die Kreativszene auf das Areal zu bringen. Finanziert werden soll die Wiederherstellung des Areals mit sogenannten SIWA-Mitteln, dem Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt. Wie hoch der Zuschuss für die Parksanierung aus diesem im kommenden Jahr mit rund 250 Millionen Euro gefüllten Topf ist, sollte am Donnerstagabend bei der Verabschiedung des Haushalts durch das Abgeordnetenhaus bekannt gegeben werden.

Der Spreepark wurde am 4. Oktober 1969 zum 20. Geburtstag der DDR eingeweiht. Der Volkseigene Betrieb (VEB) Kulturpark war einzige ständige Freizeitpark der DDR. Die Hauptattraktion bildete das 40 Meter hohe Riesenrad. Um den Park vor dem endgültigen Verfall zu retten, hatte das Land Berlin vor anderthalb Jahren das Erbbaurecht zurückgekauft.