Bauordnung

Rauchmelder werden Pflicht: Was Berliner jetzt wissen müssen

Wohnungen in Berlin sollen künftig mit Rauchmeldern geschützt werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Neuregelung.

Alle Wohnungen in Berlin sollen künftig per Rauchmelder geschützt werden. Eine entsprechende Änderung der Bauordnung hat der rot-schwarze Senat am Dienstag angestoßen.

Berlin ist damit eines der letzten Bundesländer, das eine Rauchmelder-Pflicht einführt. Wann genau die Änderung in Kraft treten wird, ist noch nicht klar, da noch der Rat der Bürgermeister zustimmen muss.

Die Berliner Morgenpost beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die neue Bauordnung.

Für wen gilt die Rauchmelder-Pflicht?

Nach Inkrafttreten der neuen Bauordnung müssen alle Neubauten ab sofort mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Für bestehende Wohnungen gilt eine Übergangsfrist bis 2020.

Wer muss sie einbauen lassen?

Grundsätzlich ist der Vermieter dazu verpflichtet. Das begrüßt auch der Berliner Mieterverein. „Wir können ja nicht von älteren Menschen, die besonders gefährdet sind, verlangen, dass sie selbst auf die Leiter steigen und einen Rauchmelder installieren“, sagt Geschäftsführer Reiner Wild.

Wie teuer sind Rauchmelder?

Die günstigsten Angebote liegen bei sieben Euro. „Alle Geräte sind nach DIN-Norm gebaut und zertifiziert“ sagt Stephan Fleischer, Sprecher der Berliner Feuerwehr. Vernetzte Geräte seien natürlich besser und teurer. Aber jeder Rauchmelder sei besser als keiner, sagt Fleischer. Von den 27 Brandtoten in Berlin im vergangenen Jahr könne ein großer Teil noch leben, wenn Rauchmelder vorhanden gewesen wären, so der Sprecher.

In welchen Räumen müssen Rauchmelder installiert werden?

Vorgesehen ist das für alle Räume, außer der Küche.

Welche Kosten kommen auf den Vermieter zu?

Der Vermieter darf die Kosten für den Einbau auf den Mieter abwälzen. Das heißt, er kann die Miete erhöhen. Wie hoch die Steigerung ausfällt, kann auch der Mieterverein nicht abschätzen. „Das hängt von Qualität der Anlage und Größe der Wohnung ab, wenn sie funkgesteuert sind, sind sie teurer“, sagt Geschäftsführer Reiner Wild. Klar ist aber, dass der Vermieter die Kosten der Wartung über die Betriebskostenabrechnung dem Mieter in Rechnung stellen darf.

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