Zeugenaufruf

Totes Baby im Laubhaufen - Polizei bittet um Mithilfe

BSR-Mitarbeiter haben in Friedrichshain auf der Straße eine Babyleiche gefunden. Der Polizei hat nun einen Zeugenaufruf gestartet.

Polizisten schirmen den Fundort des verdächtigen Bündels ab

Polizisten schirmen den Fundort des verdächtigen Bündels ab

Foto: Thomas Schröder

Der Fund einer Babyleiche in der Lehmbruckstraße in Berlin-Friedrichshain gibt der Polizei Rätsel auf. BSR-Mitarbeiter hatten den verwesten Körper am Freitagmittag in einem Laubhaufen in der Lehmbruckstraße entdeckt. Eine Obduktion ergab, dass es sich um einen menschlichen Säugling handelte. Nun werde wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt, hieß es. Das Geschlecht des Säuglings ist weiter unklar, sagte ein Polizeisprecher.

„Wir stehen noch ganz am Anfang der Ermittlungen.“ Sie würden auch im Umfeld des Tatorts intensiv geführt,, so der Polizeisprecher. Gegebenenfalls würde auch Anwohner noch einmal gezielt gefragt, ob sie Beobachtungen gemacht haben, die im Zusammenhang mit dem Fall stehen.

Die Mordkommission bitte um Mithilfe der Bevölkerung und fragt:

  • Wem sind Fäulnisgerüche in seiner Nachbarschaft aufgefallen?
  • Wer kennt Frauen, die in letzter Zeit schwanger waren und nun kein Baby haben bzw. eine Schwangerschaft verborgen gehalten haben könnten?
  • Wem sind Gegenstände aufgefallen, die am Straßenrand abgestellt/abgelegt waren?
  • Wem sind Personen aufgefallen, die Gegenstände am Straßenrand abgestellt/abgelegt haben bzw. sich an diesen zu schaffen machten?

Hinweise, die laut Polizei auch vertraulich behandelt werden können, nimmt die 4. Mordkommission in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin-Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 - 911 444 entgegen. Zeugen können sich auch an jede andere Polizeidienststelle wenden.

Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung (BSR) hatten den verwesten Körper am Freitagmittag in einem Laubhaufen in der Lehmbruckstraße entdeckt. Die Mitarbeiter alarmierten daraufhin umgehend die Polizei. Erst eine Obduktion ergab, dass es sich um einen menschlichen Säugling handelte. Informationen zum Alter oder zum Geschlecht des Leichnams gab die Polizei zunächst nicht bekannt, aus „ermittlungstaktischen Gründen“ lautete die Begründung zunächst.