Haftbefehl

Altenpflegerin soll Geld von Patienten veruntreut haben

Die Polizei hat eine Altenpflegrin festgenommen, die das Geld von zwei Senioren veruntreut haben soll. Gegen sie erging Haftbefehl.

Eine Altenpflegerin wird verdächtigt, einen hohen sechsstelligen Betrag von den Konten zweier betagter Patienten eines Krankenhauses in Reinickendorf veruntreut zu haben. Die 43-Jährige wurde am Mittwoch festgenommen, gegen sie erging Haftbefehl. Die Beschuldigte habe sich als Altenpflegerin in der Klinik das Vertrauen von mindestens zwei vermögenden Männern erschlichen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die Frau hielt den Kontakt nach der Entlassung der 90 und 94 Jahre alten Männer aus der Klinik aufrecht und nutzte den Umstand, dass beide Männer keinen Kontakt zu Angehörigen unterhielten. Mithilfe von Vollmachten von beiden habe die 43-Jährige über deren Konten verfügt. Die Frau habe Alter und Gesundheitszustand ihrer Opfer ausgenutzt. Bereits am Mittwoch hatte die Polizei die Wohnung der Tatverdächtigen in Reinickendorf durchsucht und sie dann festgenommen. Ermittelt wird nun wegen Verdachts der Untreue, auch gegen den Ehemann.

Die Kriminalpolizei rät, frühzeitig selbst Regelungen zu treffen und langjährig bekannte Vertrauenspersonen um ihre Unterstützung im Notfall oder im Alter zu bitten und mit den dafür notwendigen Vollmachten auszustatten. Insbesondere für Alleinstehende bietet es sich an, frühzeitig eine kontrollierte rechtliche Betreuung zu verfügen, um späteren Missbräuchen vorzubeugen.

Informationen zum Thema Betreuung und Vorsorgevollmacht finden Sie unter http://www.bmjv.de/DE/Themen/VorsorgeUndPatientenrechte/Betreuungsrecht/Betreuungsrecht_node.html