Lange Saison

Weniger tödlich verunglückte Motorradfahrer in Berlin

Heißer Sommer, warmer Herbst: Für Motorradfahrer in Berlin war das Jahr ideal. Trotz der langen Saison gab es weniger tödliche Unfälle.

Auf Berlins Straßen sind in diesem Jahr vergleichsweise wenige Motorradfahrer ums Leben gekommen. Die Zahl der tödlichen Motorradunfälle lag bis Ende November bei fünf, wie die Polizei sagte. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr waren es zwölf.

Einem Sprecher zufolge ist zwar nicht auszuschließen, dass noch Biker unterwegs sind und in Unfälle verwickelt werden. Generell gehe die Saison aber spätestens Ende November zu Ende, erklärte er. Gesamtzahlen zu Motorradunfällen in der Hauptstadt konnte er noch nicht nennen. 2014 gab es dort 4024 Unfälle mit Motorrädern. Davon wurden 1844 auch durch sie verursacht.

In anderen Bundesländern sieht es allerdings weniger gut aus: In Nordrhein-Westfalen starben den ersten neun Monaten dieses Jahres beispielsweise schon mehr Motorradfahrer bei Unfällen als im Gesamtjahr 2014, wie aus Zahlen des Innenministeriums in Düsseldorf hervorgeht. Bis Ende September verunglückten dort 72 Biker tödlich. Auch in Sachsen-Anhalt stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr zuletzt leicht.

Ursache ist Experten zufolge in vielen Fällen eine zu schnelle und riskante Fahrweise.