Ausstellung "Boot & Fun"

Wo Berliner Wassersport in allen Facetten erleben können

Am 25. November öffnet die Berliner Wassersportmesse „Boot & Fun“ ihre Tore. In diesem Jahr ist vor allem Mitmachen angesagt.

Gleichgewicht und Koordination können Besucher etwa beim Stand-up-Paddling auf 1000 Quadratmetern Wasserfläche in Halle 21 trainieren.

Gleichgewicht und Koordination können Besucher etwa beim Stand-up-Paddling auf 1000 Quadratmetern Wasserfläche in Halle 21 trainieren.

Foto: Messe Berlin / BM

Der Sport hat es in sich: Sprünge von drei bis vier Metern Höhe, Stunts, die einem dem Atem verschlagen: Wakeboarding ist eine Kombination aus Wellenreiten und Wasserski. Die Sportler stehen auf einem Brett, das etwa halb so groß ist wie ein Surfbrett und rasen über die Wellen.

Einst entsprang Wakeboarding aus der Idee, sich von einem Motorboot ziehen zu lassen – mittlerweile verändert der Sport die Welt des klassischen Wasserskis ähnlich rasant wie die Snowboarder die Skipisten.

Ab kommender Woche sind Wakeboarder auf der Berliner Wassersportmesse „Boot & Fun“ während der so genannten „Wake Masters“ mit ihren waghalsigen Sprüngen zu sehen. Einer der Shootingstars kommt aus der Hauptstadt.

So gilt die erst 14-jährige Marie Eleni Grüneberg als Favoritin bei den Damen. Die Lokalmatadorin debütierte bei den „Wake-Masters 2014“, konnte den diesjährigen Tourstopp in Hamburg für sich entscheiden, ist mittlerweile amtierende Deutsche Meisterin der U15-Klasse und belegte einen hervorragenden vierten Platz bei der Europameisterschaft 2015 sowie bei der Weltmeisterschaft 2014.

Für den nun anstehenden Wettbewerb ist auf der „Boot & Fun“ extra ein großer Pool mit einer Seilzuganlage aufgebaut worden (Halle 21, Finale: Sonnabend, 28.11., ab 12 Uhr).

Im Zentrum von Europas größtem Binnenwasserrevier

Die Hallen unter dem Funkturm sind prall gefüllt mit Informationen rund um den Wassersport für die Region – Motto in diesem Jahr: „Anfassen, Mitmachen, Ausprobieren“. Liegt doch Berlin im Zentrum von Europas größtem Binnenwasserrevier.

Rund 3600 Kilometer schiffbare Flüsse und Kanäle sind in alle Richtungen erreichbar. Die Havelseen, die Brandenburgischen Gewässer, die Mecklenburgische Seenplatte, das Lausitzer Seenland und die Ostsee sind ein Paradies für Motorbootkapitäne, Segler, Kanuten und Freunde von Funsportarten, wie eben Wakeboarden.

„Man kann auf dem Wasser auf vielerlei Weise Spaß haben“, sagt auch Felix Steinacker, Projektmanager für den Bereich „Fun“. Ihr Gleichgewicht und Koordination können interessierte Besucher etwa beim Stand-Up Paddling (Halle 21), einer der am schnellsten wachsenden Wassersportarten weltweit, trainieren.

Beim „Stand Up Paddling“ steht man auf einem surfbrett-ähnlichen Brett und bewegt sich mit Paddelbewegungen vorwärts – was von außen recht langweilig aussieht, tut vor allem dem Körper gut, weil es alle Muskelgruppen anspricht.

Beim Polo auf dem Wasser wird der Ball mit Paddeln ins Tor bugsiert

Ursprünglich geht das Stehpaddeln auf polynesische Fischer zurück, im 20. Jahrhundert wurde es eine komfortable Fortbewegungsart für Surflehrer auf Hawaii. Mittlerweile wird mit dieser Sportart sogar Polo auf dem Wasser gespielt.

Präsentiert von der „Windanna“, dem schwimmenden Vereinshaus des Windsurfing Vereins Berlin am Wannsee, geht es darum, einen Ball – ähnlich der Sportart an Land – mit Hilfe des Paddels durch Tore zu bugsieren.

„Auf der Messe führen wir dazu ein Turnier durch, bei dem jeder zuschauen kann“, sagt Steinacker (Sonntag, 29.11, 10 Uhr). Das Stehpaddeln kann auf der Messe auch ausprobiert werden. Deutschlands größter Eventpool mit rund 1000 Quadratmetern Wasserfläche ist dafür groß genug (Donnerstag, 26.11., 13-14 Uhr sowie Freitag, 27.11., 11-12.30 Uhr).

Wer es ruhiger mag: Gleich nebenan (Halle 22) können Testfahrten in Kanus und Kajaks gedreht werden. Unter Obhut des Ruderclubs Kleinmachnow dürfen Besucher in die Boote klettern. Auch wer länger auf dem Wasser bleiben möchte, um etwa zu testen, ob ein Kanu zu einem passt, kann dies tun. „Testfahrten von 15 Minuten sind kein Problem“, sagt Steinacker.

Im Tauchcontainer (Halle 21) ist hingegen echtes Tauchen möglich – inklusive Trockenanzug und Sauerstoffflasche (Donnerstag, 26.11., 14 bis 16 Uhr). „Alle Aktionen sind stets betreut, niemand wird allein gelassen“, sagt Steinacker. Mitzubringen sind lediglich Badebekleidung und Handtuch.

Fachleute zeigen Handwerkstechniken

Eine handwerkliche Aktionsfläche bietet ein interaktives Forum für den Refit eigener Boote. Messebesucher können sich von Fachleuten Handwerkstechniken zeigen lassen und dann selbst aktiv werden. „Manufactum – Hightech vs. Handwerk“ heißt das Angebot rund um Formverleimung, Lack, Folienbeschichtung oder Pinnen- und Jollenbau (Halle 1, täglich 10-18 Uhr) .

Motor- und Segelboote gibt es natürlich auch zu sehen, schließlich ist die „Boot & Fun“ eine Ausstellung – und zwar größer als in den Jahren zuvor. In der Halle der Motor- und Charteryachten (Halle 3.2) werden im Vergleich zum Vorjahr etwa 30 Prozent mehr Boote ausgestellt. Im Bereich der Boote über 35 Fuß ist sogar ein Zuwachs von 50 Prozent zu verzeichnen. Die europäischen Großserienhersteller Bavaria, Jeanneau, Beneteau, Galeon und Delphia sind inzwischen alle mit Booten jenseits der 40 Fuß vertreten.

Der „Best of Boats Award“ zeigt dieses Jahr dabei die ganze Bandbreite des Motorbootfahrens mit Kategorien, die sich direkt an den Nutzern orientieren. Sie lauten „Best for Beginners“, „Best for Family“ und „Best for Fun“. Neu ist der Preis „Best for Fishing“, der erstmals für Motorboote vergeben wird, die fürs Sportfischen oder Hochseeangeln geeignet sind.

Als Bindeglied zwischen Bootsfahrern und Herstellern will die Jury die Boote des Jahrgangs 2015 für die wichtigen Reviere Europas auszeichnen. Dabei wird der Award nur an Boote vergeben, die auch unter Testbedingungen gefahren wurden. Insgesamt wurden von den Juroren in der diesjährigen Wassersportsaison 260 verschiedene Bootsmodelle aus 19 Ländern getestet. Verliehen wird der Award am Donnerstag, 26.11. um 18 Uhr in Halle 3.2.

In erster Linie ist das Berliner Wassersportrevier aber ein Segelrevier – der Sport hat daher auf der Messe einen großen Stellenwert (Halle 25). In diesem Jahr können sich Interessierte aus erster Hand über die Segelbundesliga informieren: Der Berliner Yacht-Club, der Yachtclub Berlin-Grünau und der Verein Seglerhaus am Wannsee präsentieren gemeinsam die Erfolgsgeschichte rund um die deutsche Segelbundesliga, berichten von der vergangenen Saison und geben einen Ausblick auf das kommende Jahr.

In dieser Halle stellen sich auch viele andere Berliner Segelvereine vor, erläutern ihre Jugendarbeit – und erzählen, wie viel Spaß man auf dem Wasser haben kann.

Informationen und Verlosung

Öffnungszeiten Die „Boot & Fun“ öffnet ihre Tore mit der „Gala-Nacht“ am kommenden Mittwoch, 25. November, von 18 bis 24 Uhr. Von Donnerstag, 26. November, bis Sonntag, 29. November, ist sie dann jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Tickets Ein Tagesticket kostet online 11 Euro, an der Kasse 15 Euro, ein Zwei-Tage-Ticket online 15 Euro, an der Kasse 20 Euro. Ein Familienticket für zwei Personen und maximal drei Kinder von 6-14 Jahren kostet sowohl online als auch an der Kasse 22 Euro, Der Eintritt zur „Gala-Nacht der Boote“ in den Hallen 1.2 - 6.2 und 25 kostet 30 Euro. Näheres unter www.boot-berlin.de

Verlosung Die Messe Berlin verlost Eintrittskarten. Dies sind 5x2 Freikarten für die „Gala-Nacht der Boote“, 10x2 Tagestickets und drei Schnupperkurse fürs „Wakeboarden“ am Sonntag, 29. November, in der Zeit zwischen 17 und 18 Uhr. Rufen Sie dazu am kommenden Montag, 23. November, in der Zeit von 10 bis 11 Uhr unter folgender Telefonnummer an: (030) 30 38 22 68. Die Namen der Gewinner werden notiert und die Karten bei der Presseakkreditierung am Messeeingang Süd hinterlegt. Die ersten Anrufer gewinnen.