Flüchtlinge in Berlin

Senat: Notunterkünfte auf zwei Seiten des Tempelhofer Felds

Das Tempelhofer Feld soll nach dem Willen des Senats teilweise mit Flüchtlingunterkünften bebaut werden. Die Grünen sind dagegen.

Auf dem Tempelhofer Feld sollen Flüchtlingsunterkünfte entstehen

Auf dem Tempelhofer Feld sollen Flüchtlingsunterkünfte entstehen

Foto: Felix Zahn / picture alliance / dpa

Der rot-schwarze Berliner Senat überlegt, an zwei Seiten des Tempelhofer Felds Flüchtlinge unterzubringen. Die Errichtung temporärer Hallen solle nicht nur am Tempelhofer Damm, sondern auch an der Neuköllner Seite ermöglicht werden, sagte ein Sprecher der Stadtentwicklungsverwaltung am Dienstag und bestätigte einen Bericht des RBB. Es gehe um Zelte und Traglufthallen, mit Containern werde derzeit nicht geplant.

Zuerst sollen die Notunterkünfte nur auf der Tempelhofer Seite entstehen. Vorsorglich würden sie aber auch gegenüber in Neukölln erlaubt, sagte der Sprecher. Dafür muss allerdings das Tempelhof-Gesetz geändert werden, das eine Bebauung bislang ausschließt. Auch mit der Bürgerinitiative „100 Prozent Tempelhofer Feld“ will der Senat das Vorgehen abstimmen. Die Gespräche hätten noch keine Ergebnisse gebracht, hieß es nach der Senatssitzung.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Antje Kapek, kritisierte die Pläne: „Die Unterbringung von so vielen Menschen an einem Ort ist kaum zu organisieren“, sagte sie. Bereits jetzt gebe es erhebliche Versorgungsdefizite. Wenn möglich, solle der Senat deshalb Alternativen prüfen.