Terror in Paris

Mit welchen Maßnahmen Berlin auf die Anschläge reagiert

Nach dem Terror in Paris wurden auch in Berlin Vorkehrungen getroffen. Es sind mehr Polizisten auf den Straßen unterwegs.

Polizisten an der Französischen Botschaft auf dem Pariser Platz in Berlin

Polizisten an der Französischen Botschaft auf dem Pariser Platz in Berlin

Foto: Gregor Fischer / dpa

Nach den Terroranschlägen in Paris haben auch die Behörden in Berlin die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Vor der Französischen Botschaft am Pariser Platz hat die Polizei am frühen Sonnabendmorgen einen Sicherheitszaun errichtet. Zahlreiche Menschen legten dort Blumen nieder, zündeten Kerzen an. „Die Beamten sind nicht nur am Pariser Platz, sie sind auch an anderen relevanten Einrichtungen“, sagte ein Polizeisprecher. Zudem patrouillierten mehr Streifenpolizisten auf Berlins Straßen, hieß es.

Eine Sprecherin der Berliner Polizei sagte auf Morgenpost-Anfrage am Sonnabendmorgen: „Die Schutzmaßnahmen in Berlin wurden angepasst.“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière trifft in diesen Minuten die Chefs der Sicherheitsbehörden in Berlin, um über die Lage nach den Anschlägen zu beraten. Anschließend tritt um 13 Uhr im Kanzleramt das Sicherheitskabinett zusammen.

Das Bundesinnenministerium hat unterdessen für den heutigen Sonnabend Trauerbeflaggung an allen Gebäuden von Bundesbehörden angeordnet.

Enger Austausch mit den französischen Behörden

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich erschüttert und sichert Frankreich ihre Unterstützung zu. „Wir weinen mit Ihnen. Wir werden gemeinsam mit Ihnen den Kampf gegen die führen, die ihnen so Unfassbares angetan haben“, sagt die Kanzlerin in Berlin.

Das Bundesinnenministerium geht von einer unveränderten Gefährdungslage hierzulande aus. Deutschland stehe unverändert im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus, erklärt eine Sprecherin des Ministeriums. Die Sicherheitsbehörden stünden im engen Austausch mit den französischen Behörden.

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich bestürzt und betroffen über die Anschläge von Paris geäußert. „Ich bin tief erschüttert angesichts der Nachrichten, die uns aus Frankreich erreichen“, erklärt Gauck in einer ersten Stellungnahme.