Soziale Medien

300.000 sehen Star-Wars-Waggon - den meisten gefällt er

Unbekannte haben einen S-Bahn-Zug besprüht. Sachbeschädigung oder Kunstwerk? 327.000 Nutzer sahen den Beitrag auf Facebook. Die Diskussion.

„Der Betreiber soll sich lieber freuen!“. „Tausend mal besser als nur gelb!“. „…ein Hingucker, mir gefällts!“ - die Welle der Kommentare, in denen Nutzer ihr Unverständnis gegenüber der Berliner S-Bahn zum Ausdruck bringen, reißt auf der Facebook-Seite der Morgenpost nicht ab.

Der Grund: Unbekannte haben einen Waggon der Berliner S-Bahn mit Motiven aus der Filmreihe „Krieg der Sterne“ besprüht. Die Beseitigung des großflächigen Graffitis habe mehrere tausend Euro gekostet, sagte ein S-Bahnsprecher. Und das sorgt bei der Bahn für Ärger.

Inzwischen sind die Reinigungsarbeiten abgeschlossen. Seit Donnerstag fährt der Waggon wieder Graffiti-frei. Facebook Nutzer können die Aufreger um das vermeintliche Kunstwerk nicht nachvollziehen. „Ach, schon gereinigt´? Schade“, findet Fecebook-Nutzer Thomas Eisenbach. Mit dieser Meinung steht er nicht allein da. Das Foto der mit dem „Star Wars“-Motiv S-Bahn hat in den Sozialen Netzwerken einen regelrechten Hype ausgelöst.

"Das Motiv ist der Hammer!", schreibt Philipp Sts. "Ich persönlich würde mich riesig freuen, mit so einem Wagen durch die Stadt fahren zu können." Allein für den Kommentar gab es über 400 Likes.

>>> Die Diskussion auf Facebook <<<

„Da zahlen andere ne Menge Geld für, um so ein geiles Graffiti zu bekommen, und die vernichten das Kunstwerk einfach?!“, schreibt Katrin Schallenberg. Fast verständnisvoll klingt der Kommentar von Thorsten Soltkahn. Aber nur fast. Er schreibt: „Es ist und bleibt Sachbeschädigung, aber es sieht tatsächlich hammergeil aus! Bei soviel Kunst sollte man vielleicht wirklich mal ´5´ gerade sein lassen und es als Mehrwert sehen.“

Rund 40 neue Facebook-Kommentare kommen stündlich zu dem Beitrag um den beschmierten Zug hinzu. Die meisten sind von dem "Star Wars"-Werk auf der S-Bahn-Waggon begeistert. "Steh ja nicht auf Star Wars, aber als Ur-Hipphoper auf Graffiti und das sieht cool aus. Color up the life!", schreibt Matthias Beitmann.

„Tja“, kommentiert Mehlonardo da Gipsi und postet ein Plakat der Aktuellen BVG-Kampagne. Darauf zu sehen: Eine Edding-Schmiererei auf einer grünen Kachel in einer der U-Bahnstation. Die Inschrift des Plakats: „Das lassen wie jetzt einfach mal so stehen.“ Vielleicht hätten die BVG-Mitarbeiter lieber auf ihr Motto gehört. Für viel mediale Aufmerksamkeit hat die Graffiti auf jeden Fall gesorgt.