Restaurant-Auszeichnungen

Guide Michelin: Sechs neue Sterne fürs Berlins Köche

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Der Chef des "Michelin Guide", Michael Ellis (M.), posiert nach der Verleihung der Michelin-Sterne Deutschland mit den Preisträgern

Der Chef des "Michelin Guide", Michael Ellis (M.), posiert nach der Verleihung der Michelin-Sterne Deutschland mit den Preisträgern

Foto: Soeren Stache / dpa

Der Guide Michelin hat seinen Restaurantbewertungen vorgestellt. Berlin hat einen neuen Zwei-Sterne-Koch und fünf neue Sterne-Köche.

In Berlin kochen nun ein neuer Zwei-Sterne-Koch und fünf neue Sterne-Köche. So steht es im neuen französischen Restaurantführer „Michelin“ für das Jahr 2016, der am Donnerstag vorgestellt wurde.

Zwei-Sterne-Koch ist nun Sebastian Frank vom Horváth. Der Österreicher Sebastian Frank ist seit 2010 Küchenchef im Restaurant Horváth. Im Jahr 2011 erhielt er bereits seinen ersten Michelin-Stern - mit 30 Jahren als damals jüngster Küchenchef eines Sternerestaurants.

Bei den Ein-Stene-Lokalen kamen gleich fünf neue hinzu: „Bandol sur Mer“ (Mitte), „Bieberbau“ (Wilmersdorf), „Markus Semmler“ (Wilmersdorf), „Nobelhart & Schmutzig“ (Kreuzberg) und „Richard“ (Kreuzberg). Neun weitere Restaurants behalten ihren Stern.

Die höchste Auszeichnung, eine Drei-Sterne-Küche, findet sich in Berlin allerdings weiter nicht. Trotzdem sind die früheren Zeiten der gastronomischen Steppe vorbei. „In Berlin boomt die gute Gastronomie“, sagte der „Guide Michelin“-Chefredakteur Ralf Flinkenflügel.

Cool und trendy zum ersten Stern

Besonders das „Nobelhart & Schmutzig“ in der Friedrichstraße in Kreuzberg hatte schon vor seiner Eröffnung im Februar für große Erwartungen und zahlreiche Berichte gesorgt. Der Fokus der jungen Betreiber liegt auf der rein regionalen Küche mit einem ausführlichen Menü, dem szenigen Ambiente mit lockeren Sprüchen und einem Publikum unterhalb der 50 Jahre.

Aber auch das „Bandol sur Mer“ in der Torstraße gehört zu den Restaurants, die nicht auf vornehmes Ambiente und teures Geschirr setzen, sondern sich cool und trendy geben und damit in der jüngeren Musik-, Mode- und Kunstszene von Mitte erfolgreich sind.

Zwölf Tester testen anonym

Jedes Jahr sind für den „Michelin“-Führer Deutschland zwölf Tester anonym in der Republik unterwegs. Alle haben eine Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe und urteilen laut „Michelin“ nach einem festen, an objektiven Maßstäben ausgerichteten Bewertungssystem. Dabei gehe es um die Qualität der Produkte, die persönliche Note, die fachgerechte Zubereitung und den Geschmack, aber auch um das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Berlin hat damit sechs Zwei-Sterne-Restaurants. Insgesamt gibt es in Berlin nun 20 Sterne-Restaurants mit zusammen 26 Sternen.

Berlins Restaurants mit zwei Michelin-Sternen:

„Facil“ (Tiergarten)

„Fischers Fritz“ (Mitte)

„Lorenz Adlon Esszimmer“ (Mitte)

„Reinstoff“ (Mitte)

„Tim Raue“ (Kreuzberg)

Zweiter Stern neu dazugekommen:

„Horvath“ (Kreuzberg)

Restaurants mit einem Michelin-Stern:

„5 Cinco“ (Tiergarten)

„First Floor“ (Charlottenburg)

„Frühsammers Restaurant“ (Wilmersdorf)

„Hugos“ (Tiergarten)

„Les Solistes“ (Charlottenburg)

„Pauly Saal“ (Mitte)

„Rutz“ (Mitte)

„Skykitchen“ (Prenzlauer Berg)

„Vau“ (Mitte)

Ein Stern neu bekommen:

„Bandol sur Mer“ (Mitte)

„Bieberbau“ (Wilmersdorf)

„Markus Semmler“ (Wilmersdorf)

„Nobelhart & Schmutzig“ (Kreuzberg)

„Richard“ (Kreuzberg)

( dpa/sh )