AfD-Demo und Gegenprotest

Liveticker: AfD-Demo, Proteste, Angriffe auf Polizisten

Die AfD zog durch Berlins Mitte, Gegendemonstranten auch. Am Abend startete die Kundgebung für ein weltoffenes Berlin.

Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) zog am Sonnabend mit rund 5000 Teilnehmern durch Berlins Mitte. Die AfD hatte bundesweit mobilisiert. Gleichzeitig zogen rund 1100 Gegendemonstrationen mit und versuchten, immer wieder, die AfD-Demo zu stören. Die Polizei war mit rund 1100 Beamten im Einsatz und konnte größere Auseinandersetzungen bislang verhindern. Am Abend versammelten sich Tausende am Brandenburger Tor zu einder Kundgebung für ein weltoffenes Berlin. Die Geschehnisse des Tages:

17.40 Uhr +++ Während der AfD-Demo hatte sich Ralf Kabelka von der heute Show als Clown verkleidet unter die Demonstranten gemischt - und zog sich den Zorn der Umstehenden zu.

17.34 Uhr +++ Polizei Berlin verabschiedet sich

17.00 Uhr +++ Im Hauptbahnhof versuchten nach der Abschlusskundgebung linke Gegendemonstranten den Abzug der AfD-Anhänger zu verhindern. Die Polizei drängte die Menschen zurück und machte den Weg zu den S-Bahnen frei.

16.45 Uhr +++ Laut Polizei ist es am Hauptbahnhof sehr voll, weil alle Teilnehmer nach Hause wollen.

16.25 Uhr +++ Die Versammlungsleitung hat die AfD-Demo offiziell beendet, teilt die Polizei mit.

16.01 Uhr +++ Während die AfD-Demonstration am Hauptbahnhof zum Abschluss kommt, startet am Platz des 18. März die Gegenkundgebung "Für ein weltoffenes Berlin". Nach Angaben der Polizei ist es dort friedlich.

15.47 Uhr +++ Auch Gegendemonstranten versuchen, zum Washingtonplatz zu gelangen - über die Absperrungen.

15.43 Uhr +++ Am Washingtonplatz hält jetzt die AfD-Bundesvorsitzende Petry eine Rede. Die Polizei bestätigt, dass der Zugang zum Hauptbahnhof von dieser Seite derzeit nicht möglich ist.

15.38 Uhr Uhr +++ Demonstriert wird auch im Hauptbahnhof, wo hunderte Gegendemonstranten und Passanten stehen. Während draußen die Abschlusskundgebung der AfD läuft, lässt die Polizei niemanden in diese Richtung mehr raus.

15.14 Uhr +++ Ein Mann geht an der letzten Seitenstraße vor dem Hauptbahnhof mit einer Plastikflasche auf eine Reporterin los, die Gegendemonstranten und Polizisten fotografieren. Ein Polizist geht dazwischen und drängt die Journalistin zurück: "Filmen Sie die Leute nicht!".

15.12 Uhr +++ Die ersten AfD-Demonstranten sind am Ziel, dem Berliner Hauptbahnhof, angekommen.

14.54 Uhr +++ Die Polizei berichtet von vereinzelte Angriffen entlang der Demo-Strecke.

14.39 Uhr +++ Die AfD Berlin bedankt sich bei der Polizei: Super Arbeit – der Umzug kommt durch. Etwa 300 Gegner pfeifen und johlen am Bebelplatz, die Polizei hat dank massiver Präsenz keine Mühe, die Lager auseinander zu halten.

14.27 Uhr +++ Während sich der AfD-Umzug dem Bebelplatz nähert, üben dort die Gegendemonstranten noch Sprechchöre.

14.08 Uhr +++ Zwischendurch gibt es immer mal einen Stopp für die "Lügenpresse". Ansonsten würden auch kaum ein Unbeteiligter etwas von der AfD-Demonstration sehen, denn die ist abgeriegelt durch Polizei und Gegendemonstrationen.

13.57 Uhr +++ Der Afd-Umzug setzt sich in Bewegung, die Polizei spricht von etwa 2.500 Teilnehmern. 600 Gegner an der Kreuzung Spandauer/Karl-Liebknecht-Str., weitere 200 am Bebelplatz, so ein Polizeisprecher.

13.54 Uhr +++ Eigentlich sollte der der AfD-Sprechchor vom Lautsprecherwagen gesteuert werden. Aber der Lautsprecher quietscht, und dem Sprecher gelingt es nicht, selbst in den Chor einzustimmen. Deswegen verstummen alle Rufe sofort wieder. Schließlich rufen sie alle: "Nazis raus", was eigentlich der Ruf der Protestdemonstranten ist.

13.53 Uhr +++ Der Versuch einer Sitzblockade an der Spandauer Straße ist soeben von Beamten einer Einsatzhundertschaft vereitelt worden. Der Umzug der Afd-Demoteilnehmer ist angesichts der Menschenmassen derzeit verzögert.

13.51 Uhr +++ Die Demonstranten der AfD kommen aus ganz Deutschland, die meisten sind zwischen 30 und 60, bürgerliche Mitte, Kinder sind nicht dabei. Viele erzählen, dass sie sich früher in anderen Parteien engagiert haben, dort aber enttäuscht wurden. Nun hoffen sie auf die AfD, deren Ziel der zweite Redner Alexander Gauland wiederholt: "Merkel muss weg. Wir wollen unser Land behalten, wie es unsere Altvorderen hinterlassen haben, und keine islamische Unterwanderung."

13.47 Uhr +++ Das ehemalige Mitglied der Piratenpartei Oliver Höffinghoff soll zudem auf der Gegendemo körperlich angegriffen worden sein, hieß es. Näheres sei noch nicht bekannt.

13.46 Uhr +++ Am Alexanderplatz kam es zu vereinzelten Angriffen zwischen Personen, die zur AfD-Demo-Sammelpunkt wollen und von Gegendemonstranten. Die Polizei hat fünf Personen festgenommen und hält Gegendemonstranten auf Distanz, um den Demo-Teilnehmern den Weg zum Sammelpunkt zu ermöglichen, sagte ein Polizeisprecher.

13.42 Uhr: Polizei teilt mit, dass es derzeit schwierig sei, Versammlungsorte zu erreichen. Einsatzkräfte müssen Sorge tragen, dass Teilnehmer der verschiedenen Demos nicht aufeinander treffen.

13.31 Uhr +++ Die erste AfD-Rednerin, Beatrix von Storch, betont die Gewaltlosigkeit der Demonstration und prangert die Bundesregierung an: "Frau Merkel hat jedem auf der ganzen Welt versprochen, dass er kommen kann. Aber unser Land kann nicht jeden aufnehmen". Sprechchor: "Merkel muss weg."

13.25 Uhr +++ Bei der AfD-Kundgebung werden Astern und Sonnenblumen verteilt - als Symbol für Gewaltlosigkeit.

13.23 Uhr +++ Nahe des Brandenburger Tors ist es noch vor der AfD-Demo zu einem Pfefferspray-Einsatz gekommen.

13.18 Uhr: Die AfD-Kundgebung startet, als Redner sind zunächst Alexander Gauland und am Ziel Hbf Frauke Petry abgekündigt.

13.16 Uhr +++ Erstes Geschrei: Unter den Linden, Ecke Spandauer Straße treffen Protestdemonstranten mit AfD-Anhänger aufeinander. "Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda" rufen die einen, "Rotfaschisten!" die anderen. Dazwischen steht die Polizei, die einzelne Personen abführt.

13.04 Uhr +++ Noch hat die AfD-Demo nicht begonnen. Auf der Straße Unter den Linden ist alles abgesperrt. Und die Polizei zeigt Präsenz. Nach Angaben der Polizei sind mehr als 1000 Einsatzkräfte rund um die Demonstrationen in Mitte eingesetzt.

12.43 Uhr +++ Die BVG hat darauf hingewiesen, dass die bei Touristen beliebte Buslinie 100 derzeit unterbrochen ist.

12.41 Uhr +++ Nahe des Neptbrunnens ist die Zahl der AfD-Anhänger, die sich zur Demonstration treffen mittlerweile auf rund 800 angestiegen.

12.29 Uhr +++ Auf der Demo des Bündnisses "Stop AfD" musste die Polizei bereits eingreifen:

12.17 Uhr +++ Erste Anhänger der AfD treffen sich nahe des Neptunbrunnens in Mitte. Derzeit sind es etwa 150. Ihr Motto der Demo: "Deutschland retten! Merkel stoppen!".

11.59 Uhr +++ Vom U-Bahnhof Kochstraße in Kreuzberg hat sich kurz vor 12 Uhr der Umzug gegen die AFD-Demo in Marsch gesetzt. Mehrere Hundert Teilnehmer liefen eben am Checkpoint Charlie vorbei in Richtung Gendarmenmarkt.

11. 46 Uhr +++ Erste Gegendemonstranten haben sich bereits am Vormittag mobilisiert. Seit 11 Uhr Vormittag treffen sich Hunderte Anhänger des linken Bündnisses „Stopp AfD“ zu einer Demonstration an der Kochstraße. Sie wollen über die Friedrichstraße, den Gendarmenmarkt und die Behrenstraße zum Bebelplatz ziehen.


11.25 Uhr +++ Ob die AfD tatsächlich die angekündigten 5000 Anhänger mobilisieren kann, ist nach Auffassung eines Staatsschützers im Landeskriminalamt noch unklar. Die prominente Rednerliste, unter anderem Parteichefin Frauke Petry und der Brandenburger Landesvorsitzende Alexander Gauland, mache dies durchaus wahrscheinlich, sagte der Beamte.

>> Polizei warnt vor Gewalt bei Protesten gegen AfD-Demo