Helmut Schümann

„Tagesspiegel“-Autor nach kritischer Kolumne angegriffen

In seiner Kolumne verurteilte Schümann Hetze gegen Flüchtlinge. Offenbar deshalb wurde er in Berlin niedergeschlagen.

Teilnehmer einer Pegida-Demonstration in Dresden

Teilnehmer einer Pegida-Demonstration in Dresden

Foto: FABRIZIO BENSCH / REUTERS

Ein Journalist des Berliner „Tagesspiegels“ ist nach Veröffentlichung einer kritischen Kolumne auf der Straße niedergeschlagen worden. Autor Helmut Schümann sei am Freitag im Berliner Stadtteil Charlottenburg namentlich und auf den „Tagesspiegel“ angesprochen worden, als „linke Drecksau“ bezeichnet und von hinten angegriffen worden, erklärte der Journalist auf seiner Facebook-Seite.

Er schrieb den Angriff Rechtsradikalen zu und wertete ihn als Reaktion auf seinen Text „Ist das noch unser Land?“, den er am Tag zuvor im „Tagesspiegel“ veröffentlicht hatte. Darin verurteilte der Redakteur unter anderem Hetze gegen Flüchtlinge. Pegida und die Alternative für Deutschland (AfD) versuchten, Demokratie und Humanität auszuhebeln, kritisiert er.

Schümann hat Anzeige erstattet

Die Chefredaktion des „Tagesspiegels“ zeigte sich entsetzt von dem Vorfall. Es sei ein Angriff auf den Kollegen „und zugleich einer auf die Presse- und Meinungsfreiheit“, erklärte sie. Der Journalist hat nach eigenen Angaben Anzeige bei der Polizei erstattet.