Potsdam

IHK verklagt ihren Ex-Präsidenten auf Schadenersatz

Potsdam. Die Industrie- und Handelskammer Potsdam will von ihrem ehemaligen Präsidenten Victor Stimming 250.000 Euro Schadenersatz. Die Klage sei am vergangenen Freitag beim Landgericht Potsdam eingereicht worden, bestätigte IHK-Sprecher Detlef Gottschling am Mittwoch Berichte der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ und der „Potsdamer Neuesten Nachrichten“. Stimming war im November 2013 zurückgetreten, nachdem ihm massive Verschwendung vorgeworfen worden war. So soll er auch eine Sekretärin auf Kosten der Kammer im eigenen Bauunternehmen beschäftigt und seinen Dienstwagen privat genutzt haben.

Bei der Summe stützt sich die Kammer auf ein Gutachten von Wirtschaftsprüfern, die den Schaden auf eine Viertelmillion Euro beziffert hatten. Ein Vergleich war nicht zustande gekommen. Gegen den Ex-Präsidenten ermittelt auch die Potsdamer Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue. Stimming hatte sich zu den Vorwürfen nicht geäußert und Anwälte eingeschaltet. Seinen Rücktritt hatte er mit Gesundheitsproblemen begründet.