Prozess Gewalt

Angeklagter gesteht lebensgefährliche Messerattacke

Fünfmal soll ein 28-Jähriger in einer Bar auf das Opfer eingestochen haben. Jetzt wird ihm versuchter Mord zur Last gelegt.

Der Angeklagte hat vor dem Berliner Landgericht gestanden

Der Angeklagte hat vor dem Berliner Landgericht gestanden

Foto: Matthias Stolt / CHROMORANGE / picture-alliance

Nach einer beinahe tödlichen Messerattacke auf einen 28-Jährigen in einem Lokal hat der mutmaßliche Täter vor dem Berliner Landgericht gestanden. Er habe „nicht nur einmal zugestochen“, erklärte der 37-Jährige zum Prozessauftakt am Montag. An Details des Vorfalls vor fünf Monaten könne er sich aber nicht erinnern. Der damals arbeitslose Mann soll in einer Bar im Stadtteil Spandau von hinten fünfmal auf das Opfer eingestochen haben. Ihm wird versuchter Mord zur Last gelegt.

Der Angeklagte sagte, er habe in der Nacht zum 1. Mai eigentlich seinen Geburtstag nachfeiern wollen. Er sei in mehreren Kneipen gewesen. In seiner Tasche habe sich sein Angelmesser befunden. Ob es kurz vor den Stichen zum Streit kam, könne er nicht sagen. „Ich war betrunken, ich gehe aber davon aus, dass der Mann etwas Bedrohliches zu mir gesagt hat.“

Das Opfer wurde durch Stiche in Nacken, Schulter, Rücken und Kopf lebensgefährlich verletzt und konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. „Ich war mit einem anderen Lokalgast im Gespräch, als ich von hinten angegriffen wurde“, sagte der 28-Jährige. Zwischen ihm und dem Angeklagten habe es keinen Streit gegeben. Der Prozess wird am 15. Oktober fortgesetzt.