Berlin

Ein bisschen Spree an der Themse: „Berlin-Pop-up-Store“ in London

Alexandra Kilian

50 Quadratmeter ist Berlin groß. Zumindest in London. Es riecht nach Currywurst, und vor der Tür steht die kleinste Disco der Welt. In eine ausrangierte Telefonzelle hineingebaut. „Teledisko“ nennt sich der mobile Bass-Kasten mit Jukebox, Fotofunktion sowie Nebel- und Lichteffekt. Rund 40 Menschen drängeln sich hinter Zelle und Ladentür durch KPM-Porzellan, minimum-Design und Und-Gretel-Naturkosmetik. Mitten in East London, dort, wo Spitalfields Market die Kreativen aus Shoreditch mit den Bänkern der Liverpool Street beim Lunch vereint. Es ist das Kreuzlauer Berg Londons, mehr Berlin „abroad“ geht nicht.

„Klar war ich schon in der Disco“, sagt Burkhard Kieker, „Visit-Berlin“-Geschäftsführer. In Zusammenarbeit mit Berlin Partner haben Kieker und „Visit Berlin“ am Montag in London einen „Berlin-Pop-up-Store“ eröffnet. Am heutigen Dienstag ist der Höhepunkt der Woche geplant: eine „Berlin Night“ mit Kulturprojekte Berlin, Melt!Booking, den Veranstaltern des Berliner Lollapalooza-Festivals, dem Berliner DJ Sean Bradford mit seinem Londoner Kollegen Malleable und einer Show des Chamäleon-Theaters.

Es ist der zweite Stop der Europatournee, die Kieker und Kollegen inszeniert haben. „Pop into Berlin“ haben sie den temporären Berlin-Laden genannt, nach Stockholm und London folgen ab November noch Wien, Amsterdam und Paris. Es sind die Hauptstädte der wichtigsten Tourismusmärkte für Berlin. „Wir wollten mit dem Store eine Plattform schaffen, die Berlin zeigt – und diese ins Ausland transportieren“, sagt Burkhard Kieker. Nächstes Jahr soll es erneut eine Tournee geben. „Dann in Spanien, Italien, wahrscheinlich auch Tel Aviv und New York“, sagt Kieker.