Berlin

Durch die Begegnungszone – ein Selbstversuch

In der Maaßenstraße gibt es seit Montag die erste Berliner Begegnungszone – und ich bin gespannt, was mich als Verkehrsteilnehmerin dort erwartet. Mit meiner Vespa von der Winterfeldtstraße kommend sind die neuen grünen Verkehrsschilder unübersehbar. Dass hier Tempo 20 gilt, ist deutlich zu erkennen. Offenbar aber nicht für alle Autofahrer, die mit mindestens doppelter Geschwindigkeit durch die verengte Fahrspur fahren. Die Tafeln, auf denen die „Spielregeln für die Begegnungszone“ erklärt werden, sind leider so aufgestellt, dass nur Fußgänger sie lesen können. Das macht sich bemerkbar. Statt die Fahrgasse zu benutzen, kurven Fahrradfahrer regelwidrig auf dem Gehweg. Die Fußgänger lassen sich von dem Durch­einander wenig stören. Schließlich war das in der Maaßenstraße schon vorher so – und immerhin haben sie jetzt doppelt so viel Platz. Außerdem können sie sich überall ausruhen: So viele Bänke auf 200 Metern habe ich noch nie gesehen! Mir kommen auf der Strecke nur zwei Straßenfeger in die Quere, die mir freundlich Platz machen. Insgesamt ist mein Fazit positiv: Ich habe nur 30 Sekunden für die Fahrt benötigt.

Schneller ging es vorher auch nicht, weil Pkw in zweiter Reihe zum Slalom zwangen. Und das Fahren ist entspannter, obwohl ich mich auf Fußgänger sehr konzentrieren muss.