Kaffeehaus

Thomas Gottschalk beim Salongespräch im „Café Einstein“

Der Entertainer unterhält: mit Anekdoten über die Haarpracht und Vorstellungen vom Sterben.

Thomas Gottschalk beim Salongespräch mit Gerald Uhlig im Café Einstein Unter den Linden

Thomas Gottschalk beim Salongespräch mit Gerald Uhlig im Café Einstein Unter den Linden

Foto: Jörg Krauthöfer

Thomas Gottschalk erwies sich als perfekter Gast für das Salongespräch, zu dem Gerald Uhlig-Romero, der Inhaber des „Café Einstein“ Unter den Linden, regelmäßig Persönlichkeiten in sein Kaffeehaus einlädt. Am Freitagabend kam also der letzte große deutsche Entertainer, um Uhlig Rede und Antwort zu stehen – und seine Autobiographie („Herbstblond“) zu signieren. „Wer hat ihn noch nicht live gesehen“, fragte Uhlig die 80 Zuhörer im Hinterzimmer, und viele Hände gingen nach oben. Sie alle wurden reichlich belohnt, denn Gottschalk gab bereitwillig und witzig Auskunft. Sprach über seine Haarpracht, die immer „kostbarer“ werde und wo „die Fülle immer schwerer zu verteilen sei“. Immer wieder versuchte Uhlig dem „Tommy“ dessen Geheimnis zum Glücklich sein zu entlocken. „Irgendetwas war immer in Ordnung“, erklärte Gottschalk ihm die schlichte Kraft seiner positiven Gedanken. Zwar deutete Gottschalk kurz auch Krisen an, doch darauf ging Uhlig leider nicht ein.

AC/DC auch noch im Alter von 80 Jahren

Gottschalk gestand, dass er sich dem Altern verweigere: „Ich werde mit 80 noch AC/DC hören.“ Sterben würde er gerne wie Udo Jürgens oder Bernd Eichinger, „im Restaurant kopfüber in den Teller mit Nudeln kippen“. Nachdenklich wurde er auf die Frage, ob er aufhören könnte zu moderieren? „Ich brauche das Gegenüber“, sagte er. Und auf Uhligs letzte Frage, ob er Stars auch menschlich näher gekommen sei, verneinte er zwar, doch eines hätte für alle gegolten: „Mit keinem hätte ich tauschen wollen.“ Er habe oft das Gefühl gehabt: die arme Sau! Viele hätten sich von der Wirklichkeit verabschiedet gehabt.