Park(ing) Day

Wenn in Berlin der Parkplatz zum Minipark wird

Jeden dritten Freitag im September werden Parkplätze in Miniparks verwandelt. Pankow will sie auch an anderen Tagen für Autos sperren.

Sebastian Gerloff, 29, und Saskia Lecker, 28, beim Parking Day in der Uhlandstraße

Sebastian Gerloff, 29, und Saskia Lecker, 28, beim Parking Day in der Uhlandstraße

Foto: Marion / Marion Hunger

Kunstrasen statt Autos: Einzelne Parkplätze sind am Freitag in Berlin zeitweise in Mini-Parks umgewandelt worden. Hintergrund ist der internationale "Park(ing) Day", der jährlich am dritten Freitag im September stattfindet. Wo sonst Autos stehen, rollen Künstler, Umweltschützer oder Menschen aus der Nachbarschaft dann zum Beispiel Kunstrasen aus und richten Sitzecken ein. Dazu lösen sie in der Regel ganz klassisch ein Parkticket.

In der Hauptstadt gab es dazu Initiativen in Charlottenburg, Weißensee und Prenzlauer Berg. Auch in anderen deutschen Städten wie Stuttgart, Karlsruhe oder München waren Aktionen geplant. Der "Park(ing) Day" wurde 2005 von Künstlern aus San Francisco ins Leben gerufen.

Auf einem Teilabschnitt der Schönhauser Allee könnten Parkplätze bald möglicherweise auch an anderen Tagen umgenutzt werden: Der Baustadtrat des Bezirks Pankow, Jens-Holger Kirchner (Grüne), will Autos rund um den S-Bahnhof langfristig verbannen. Im Frühjahr sollen demnach zunächst einzelne Parkplätze zeitweise für Autos gesperrt - und als Sitzmöglichkeiten oder für Pflanzen genutzt werden.

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