Förderung

Zahl der Berliner Wohngeldempfänger sinkt

Die Zahl der Haushalte, die 2014 Wohngeld bezogen, ist im Vorjahresvergleich um ein Fünftel gesunken. Die meisten waren Einpersonenhaushalte

Im vergangenen Jahr bezogen weniger Berliner Wohngeld als noch im Jahr zuvor. Vor allem Rentner erhielten den Mietzuschuss

Im vergangenen Jahr bezogen weniger Berliner Wohngeld als noch im Jahr zuvor. Vor allem Rentner erhielten den Mietzuschuss

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Ende 2014 haben in Berlin 22.728 Haushalte Wohngeld bezogen. Das waren 19,5 Prozent weniger als im Vorjahr (27.171 Haushalte). Das teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. 96 Prozent der Empfänger waren reine Wohngeldhaushalte, in denen alle Haushaltsmitglieder einen Anspruch auf Wohngeld hatten. Bei 4 Prozent der Haushalte waren nur einzelne Personen des Haushaltes wohngeldberechtigt.

Das Wohngeld unterstützt einkommensschwache Bürgerinnen und Bürgern bei ihren Wohnkosten. Wohngeld für Mieterinnen und Mieter wird als Mietzuschuss bewilligt, Eigentümer eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung erhalten einen Lastenzuschuss.

2014 erhielten 21 582 der reinen Wohngeldhaushalte (98,9 Prozent) Wohngeld in Form eines Mietzuschusses und 244 Berechtigte (1,1 Prozent) erhielten Lastenzuschuss.

110 Euro monatlich im Schnitt

Mehr als 66 Prozent der Wohngeldhaushalte sind Einpersonenhaushalte. Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch bei reinen Wohngeldhaushalten lag in Berlin bei 110 EUR (Vorjahr: 108 EUR). Bei den Haushalten mit Mietzuschuss lag der Durchschnittsbetrag bei 109 EUR (Vorjahr: 108 EUR) und bei den Haushalten mit Lastenzuschuss bei 154 EUR (Vorjahr: 131 EUR).

Die größte Gruppe der im Jahr 2014 berechtigten reinen Wohngeldhaushalte waren Rentner und Pensionäre mit 48,9 Prozent. An zweiter Stelle standen Arbeitnehmer und Beamte mit 26,7 Prozent. Der verbleibende Anteil entfiel auf die Gruppen Studenten/Auszubildende mit 11,5 Prozent, Selbstständige mit 5,2 Prozent, Arbeitslose mit 5,1 Prozent und sonstige Berechtigte mit 2,7 Prozent.