Asyl

Zahl der Flüchtlinge in Berlin seit Ende Juni verdoppelt

In Berlin kommen täglich bis zu 1000 Flüchtlinge aus Syrien und den Balkanländern an. Der Senat rechnet mit 40.000 Asylbewerbern.

Hunderte Flüchtlinge kamen auch am Dienstag in Schönefeld an, einige waren zuvor abgesprungen

Hunderte Flüchtlinge kamen auch am Dienstag in Schönefeld an, einige waren zuvor abgesprungen

Foto: Bernd Settnik / dpa

23.100 Flüchtlinge waren am 15. September in Berlin aus dem laufenden Jahr als Asylbewerber registriert. Damit hat sich die Zahl seit Ende Juni verdoppelt, als 11.500 Flüchtlinge aus dem laufenden Jahr erfasst waren. Das sagte eine Sprecherin der Senatssozialverwaltung am Mittwoch.

Mehrere hundert oder tausend Menschen aus Syrien und den Balkanländern sind zudem in den vergangenen Tagen in Berlin angekommen. Sie wurden aber noch nicht vom Landesamt für Gesundheit und Soziales in die Systeme aufgenommen. Allein vom 7. bis 15. September kamen 6000 Flüchtlinge zum Teil über Ungarn und Bayern in die Hauptstadt.

Von den 23.100 seit Jahresbeginn registrierten Asylbewerbern leben 21.800 in Heimen und 1300 in Hostels. Der Senat rechnet mit 40.000 Asylbewerbern.

Zur schnelleren Erfassung nahm am Dienstag eine neue Registrierungsstelle in der Kruppstraße in Moabit die Arbeit auf. Dort sollen die Daten der Flüchtlinge in die bundesweiten Computersysteme aufgenommen werden. Zugleich sollen sie in die Leistungssysteme etwa für die Krankenversicherung und einen Berlin-Pass aufgenommen werden. Bisher erfolgte der zweite Schritt wegen der überlasteten Verwaltung erst Wochen später.