Asyl

Weiterer Zug mit Flüchtlingen rollt nach Schönefeld

Nachdem am Dienstag rund 180 Flüchtlinge aus einem Zug in Richtung Berlin gesprungen sind, rollte am Morgen ein weiterer Zug nach Schönefeld.

Hunderte Flüchtlinge kamen auch am Dienstag in Schönefeld an, einige waren zuvor abgesprungen

Hunderte Flüchtlinge kamen auch am Dienstag in Schönefeld an, einige waren zuvor abgesprungen

Foto: Bernd Settnik / dpa

Die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales erwartet am Vormittag die Ankunft eines weiteren Sonderzuges mit Flüchtlingen am Bahnhof Berlin Schönefeld Flughafen.

Der (IC 2946) sollte voraussichtlich gegen 9.30 Uhr, teilte die Börde mit. Es könne aber zu k Abweichungen kommen, da der Zug zunächst in einem anderen Bundesland halten werde. Dort würden bereits Flüchtlinge aussteigen.

Vom Zug abgesprungen

Mehrere hundert Flüchtlinge waren auch am Dienstag mit einem Sonderzug aus Bayern nach Berlin und Brandenburg gebracht worden. Allerdings kamen am Bahnhof Schönefeld viel weniger als die erwarteten 518 Menschen an. Knapp 180 Flüchtlinge waren nach mehreren Notbremsungen in Sachsen und Sachsen-Anhalt abgesprungen.

In dem IC-Zug am Dienstag hätten Flüchtlinge mehrfach die Notbremse gezogen, sagte Bundespolizei-Sprecher Jens Schobranski. Ganze Gruppen hätten den Zug dann verlassen. 339 Einwanderer kamen in Schönefeld an. 147 wurden mit Bussen zu einer Sporthalle auf dem Berliner Olympiagelände gefahren. Die anderen kamen nach Potsdam.

Die meisten der abgesprungenen Flüchtlinge wurden später von der Polizei aufgegriffen und zu Aufnahmestellen in den jeweiligen Bundesländern gebracht.

Warum die Flüchtlinge nicht nach Berlin wollten, ist unklar. Der Sonderzug war nach Angaben des Senats umgeleitet worden. Er sollte ursprünglich nach Sachsen. Dort habe man signalisiert, keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen zu können. Berlin und Brandenburg hätten sich spontan dazu bereits erklärt.

Bekannt ist, dass ein Teil der Flüchtlinge eigentlich nach Skandinavien will. Deshalb wollen sie die Registrierung als Asylbewerber in Deutschland umgehen. Andere haben andere deutsche Städte als Ziel, weil dort Verwandte leben.

Neue Registrierungsstelle

Die in Berlin angekommenen Asylbewerber sollen in den nächsten Tagen in der neuen Registrierungsstelle in der Kruppstraße in Moabit erfasst werden. So soll die seit Monaten überlaufene Erstaufnahmestelle im Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in der Turmstraße entlastet werden.

Wann in zwei Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof Flüchtlinge einziehen könnten, sei noch nicht entschieden. „Aktuell arbeiten wir an anderen Objekten“, sagte Czaja. Gebäude wollte er nicht nennen.