Stromnetz

Finanzsenator will mit Bürgerenergie kooperieren

Im Rennen ums Stromnetz ist die Genossenschaft Bürgerenergie der Kleinste Bieter. Beim FInanzsenator genießt sie große Sympathien

Die Bürgerenergie Berlin hat erfreut auf die Aussagen des Finanzsenators Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) reagiert, die Genossenschaft bei den Verhandlungen über den Betrieb des Berliner Stromnetzes einzubeziehen. „Wir brauchen Energiegenossenschaften, damit die Energiewende gelingt“, sagte Kollatz-Ahnen nach Angaben der Bürgerenergie bei einem Kongress am Wochenende. Er habe der Bürgerenergie Berlin weitere Gespräche über eine künftige Kooperation angeboten und ein Stromnetz in Bürgerhand als gute Idee bezeichnet.

Bürgerenergie bewirbt sich um die Konzession für das Stromnetz der Hauptstadt, das die Genossenschaft gemeinsam mit dem Land managen will. Mit im Rennen sind der bisherige Betreiber Vattenfall mit seiner Stromnetz Berlin GmbH und der landeseigene Betrieb Berlin Energie. Derzeit liegt das Vergabeverfahren nach Rechtsstreitigkeiten um das Gasnetz jedoch auf Eis. Der Senat verhandelt mit den drei Energiekonzernen Vattenfall, Eon und Engie (Ex-Gaz de France) über eine Partnerschaft zur Umsetzung der Energiewende.

Davor warnte Hartmut Gaßner, Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft. „Die Vertreter der alten Energiewelt sind als Partner für die Energiewende in Berlin nicht geeignet“, sagte Gaßner. Ein Deal mit Vattenfall sei nicht im Sinne der Berliner.