Flüchtlingskrise

Weitere Berliner Sportstätten werden Notunterkünfte

Ab Donnerstag sollen die Groß-Sporthalle und die Rudolf-Harbig-Halle im Olympiapark als Notunterkünfte dienen.

Aus weiteren Turnhallen sollen Unterkünfte werden

Aus weiteren Turnhallen sollen Unterkünfte werden

Foto: Jens Büttner / dpa

Aufgrund des aus Bayern angekündigten und unmittelbar bevorstehenden Zugangs von weiteren Flüchtlingen sollen zwei Berliner Sportstätten kurzfristig zu Notunterkünften werden. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales am Mittwochabend mit.

Im Horst-Korber-Zentrum des Olympiaparks Berlin stünden ab Donnerstag die Groß-Sporthalle und die Rudolf-Harbig-Halle für eine Notunterbringung zur Verfügung. „Insgesamt können hier je 500 Flüchtlinge vorrübergehend untergebracht werden. Derzeit werden die Vorbereitungen dafür getroffen“, hieß es weiter.

Die Sporthallen in der Glockenturmstraße gehören dem Landessportbund Berlin.

Hilfe für immer mehr Flüchtlinge sind an diesem Donnerstag auch Thema im Berliner Abgeordnetenhaus. Alle fünf Fraktionen haben den Umgang der Hauptstadt mit den unaufhörlich steigenden Flüchtlingszahlen auf die Tagesordnung gesetzt. Sie loben das Engagement der Berliner Bürger, die Opposition kritisiert aber auch fehlende politische Unterstützung. Für den Senat will Sozialsenator Mario Czaja (CDU) sprechen.

Velodrom und ICC im Gespräch

Die Senatsverwaltung für Gesundheit prüft die Nutzung weiterer Gebäude für Flüchtlinge. Dazu sollen das Velodrom in Prenzlauer Berg oder das leerstehende ICC in Charlottenburg gehören.

Die als Flüchtlingsunterkunft gedachten beiden Hangars auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof möglicherweise doch nicht in Frage. Das größte Problem dort seien die fehlenden Sanitäreinrichtungen, berichtete die „Berliner Zeitung“ unter Berufung auf Informationen aus dem Senat.

Merkel besucht Berliner Flüchtlings-Wohnheim

Von der Situation der Flüchtlinge in Berlin will sich an diesem Donnerstag auch Angela Merkel (CDU) ein Bild machen. Die Bundeskanzlerin besucht an ein Wohnheim für Asylbewerber und eine spezielle Schulklasse für Flüchtlingskinder in Berlin. Zudem hat sie sich für den Vormittag in der Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in Spandau angekündigt. In der Ferdinand-Freiligrath-Schule im Stadtteil Kreuzberg will die Kanzlerin Lehrer und Schüler einer sogenannten Willkommensklasse treffen. Diese sind für Flüchtlingskinder, die noch kein Deutsch sprechen.