Zug zum Lageso

Linke demonstrieren friedlich gegen Gewalt gegen Flüchtlinge

Rund 1000 linke Demonstranten sind am Abend zum Lageso gezogen. Laut Polizei gab es dabei keine Zwischenfälle.

Hunderte Flüchtlinge mussten am Dienstagnachmittag das Lageso-Gelände verlassen

Hunderte Flüchtlinge mussten am Dienstagnachmittag das Lageso-Gelände verlassen

Foto: Max Boenke

Linke und linksextreme Gruppen haben am Donnerstagabend in Berlin gegen Gewalt gegen Flüchtlinge demonstriert. Zu Beginn der Demo waren 30 Teilnehmer erschienen, teilte eine Sprecherin der Polizei mit. Angemeldet waren 200 Menschen. Doch dann zählte die Polizei nach eigenen Angaben doch noch rund 1000 Teilnehmer.

Zwischenfälle habe es keine gegeben. Die Route der Demo verlief vom S-Bahnhof Wedding zum Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Moabit - der zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Berlin. Überall in Deutschland gebe es Anschläge auf Flüchtlingsheime, schrieben die Initiatoren auf dem linksradikalen Internetportal Indymedia.

Am Nachmittag richtete sich zudem eine weitere linke Demonstration gegen eine Kundgebung von rund 40 Neonazis am Einkaufszentrum Eastgate in Marzahn. Dort sei es friedlich geblieben, sagte ein Polizeisprecher.

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