Terror im Schnellzug

Thalys-Attentäter hielt sich zeitweise in Berlin auf

Der bewaffnete Mann war am Freitag in einem Thalys-Schnellzug überwältigt worden. Im Mai befand sich der 25-Jährige auch in Berlin.

Der 26-Jährige bei seiner Festnahme auf einem Bahnsteig im französischen Arras

Der 26-Jährige bei seiner Festnahme auf einem Bahnsteig im französischen Arras

Foto: Christina Cathleen Coons / dpa

Der mit einer Kalaschnikow bewaffnete Mann im Schnellzug von Amsterdam nach Paris ist von der französischen Polizei als Marokkaner mit islamistischem Hintergrund identifiziert worden.

Dies sei über einen Abgleich von Fingerabdrücken erfolgt, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstagabend unter Berufung auf Polizeikreise meldete. Es handele sich um einen 25-jährigen Marokkaner, den spanische Behörden den französischen als Islamisten gemeldet hatten.

Islamist hielt sich zeitweise in Berlin auf

Laut "Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung" checkte er auf dem Weg nach Syrien am 10. Mai am Flughafen Berlin-Tegel zu einem Flug nach Istanbul ein. In Syrien habe er demnach an Aktionen des "Islamischen Staats" teilgenommen. Nach Angaben spanischer Behörden soll er am 26. Mai wieder in Belgien eingetroffen sein.

Der Angreifer war am Freitagabend von mehreren Passagieren des Hochgeschwindigkeitszuges Thalys überwältigt worden, darunter von zwei US-Soldaten in Zivil. Der Mann war dann in der nordfranzösischen Stadt Arras festgenommen worden. Bei der Überwältigung war ein Amerikaner von dem Angreifer mit einem Messer verletzt worden, ein unbeteiligter Passagier erlitt eine Schussverletzung.