Frankfurt (Oder) –

Niedrigwasser: Schifffahrt auf der Oder gefährdet

Frankfurt (Oder).  Die anhaltende Hitze lässt den Wasserstand der Oder in Brandenburg weiter dramatisch sinken. Der Pegel I in Frankfurt (Oder) zeigte am Freitag nur noch einen Stand von 1,04 Meter, wie eine Mitarbeiterin des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde sagte. Der bislang niedrigste Wert an diesem Pegel lag den Angaben zufolge im September 2003 bei 81 Zentimetern. Beim Hochwasser im Jahr 2010 gab es den bisherigen Rekord von 5,83 Meter. Nicht nur die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen sorgten für Niedrigwasser: Im Winter fehlte Schnee und im Frühjahr zudem der Regen.

Für Schiffe wird es nach den Angaben bei einer Fahrtiefe von derzeit etwa 64 Zentimeter zunehmend schwierig, den Weg zu finden. „Jeder Kapitän muss selbst einschätzen, ob es gefährlich werden kann für sein Schiff“, sagte ein Sprecher. Tiefgang und Gewicht der Ladung seien entscheidend.

Mitte Juli war der Fluss zwischen Frankfurt (Oder) und Kietz kurzfristig bereits nicht befahrbar gewesen. Mehrere Schiffe steckten im niedrigen Wasser fest und mussten befreit werden. Bislang wurden nach den Angaben keine weiteren derartigen Vorfälle gemeldet. Das Amt gibt die neuesten Pegelstände der Oder heraus. Bootsführer können sich dort informieren.

( dpa )