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Flüchtlinge warten bei Hitze vor Amt: "Es muss keiner verdursten"

Warten in der Hitze: Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSO) hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach Flüchtlinge in der Schlange vor dem Amt unzureichend versorgt würden. "Bei uns muss keiner verdursten", sagte ein Behördensprecher am Donnerstag.

Helfer der Facebook-Gruppe "Moabit hilft" hatten die Wartesituation als "unmenschlich" beschrieben und dazu aufgerufen, die Menschen dort privat etwa mit Wasser und Obst zu versorgen. Nach LAGeSO-Angaben sei eine Grundversorgung aber gesichert.

Für Freitag mit erwarteten Temperaturen von um 40 Grad sei man zudem mit 4000 Litern Wasser und freiwilligen Helfern vorbereitet. Spätestens ab kommender Woche solle auch eine Art Trinkbrunnen vor dem Amt angebracht werden.

Täglich suchen den Angaben zufolge 1000 bis 2500 Flüchtlinge das LAGeSO auf: Sie haben teils Termine, 300 bis 550 Menschen melden sich aber erstmalig dort. Wie lange sie vor dem Amt ausharren müssen, konnte der Sprecher nicht beantworten.

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