Mall of Berlin

Gericht gibt rumänischen Bauarbeitern recht

Zwei Rumänen hatten gegen ein Bauunternehmen geklagt, weil es ihnen für Das Arbeitsgericht gab ihnen recht.

Das Arbeitsgericht Berlin hat am Mittwoch zwei rumänischen Bauarbeitern Recht gegeben, die dagegen klagten, für ihre Arbeit auf der Baustelle der „Mall of Berlin“ kein Geld erhalten zu haben. Die beiden Arbeiter waren im Herbst vergangenen Jahres auf der Baustelle beschäftigt worden. Seit Oktober hatten sie vergeblich ihr Geld gefordert. Vertreter des verklagten Subunternehmens Oppenmallaster GmbH hatten auf die Forderungen zunächst nicht reagiert und waren am 16. Juli auch nicht zu einem Gütetermin erschienen.

Auf Antrag der Kläger hatte das Arbeitsgericht daraufhin den beiden Klagen jeweils durch Versäumnisurteil stattgegeben. Gegen diese Versäumnisurteile hatte das Bauunternehmen fristgerecht Einspruch erhoben, diesen aber erst Wochen später begründet.

Im Kammertermin wurde am Mittwoch dieser Einspruch verhandelt. Dabei berief sich das Bauunternehmen vor allem darauf, die Versäumnisurteile hätten nicht erlassen werden dürfen, weil in der Klageschrift keine Anschrift der beiden damals obdachlosen Kläger, sondern nur eine Kontaktadresse angegeben worden sei. Außerdem sei die Klage unschlüssig, weil sich aus ihr nicht ergebe, dass die Kläger ein Arbeitsverhältnis gerade zu diesem Unternehmen begründet hätten.

Dieser Argumentation ist das Arbeitsgericht nicht gefolgt, sondern hat in beiden Fällen das Versäumnisurteil aufrechterhalten. Damit steht in den beiden heute verhandelten Fällen jedenfalls erstinstanzlich fest, dass das verklagte Subunternehmen zur Lohnzahlung verpflichtet ist.

Gegen beide Urteile kann das verklagte Unternehmen Berufung beim Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg einlegen.