Gross Gastrose –

Braunkohlegegner diskutieren im Klimacamp

Gross Gastrose. Braunkohlegegner wollen sich in einem Klimacamp Gedanken über den Strukturwandel in der Lausitz machen. Das 5. Lausitzer Klima- und Energiecamp startet am 5. August in Groß Gastrose (Spree-Neiße) an der Grenze zu Polen, wie die Organisatoren am Mittwoch ankündigten. Geplant sind Workshops, Exkursionen und Podiumsdiskussionen. Auch Proteste vor dem Braunkohlekraftwerk Jänschwalde, das sie Gesundheit der Anwohner beeinträchtige, seien geplant. Das Camp soll bis zum 9. August dauern.

Braunkohlegegner stemmen sich schon seit Langem gegen den Aufschluss und die Erweiterung von Tagebauen. Sie kritisieren Umsiedlungen für die Braunkohleförderung und fordern eine konsequente Energiewende. Aktuell seien drei neue Tagebaue in der Lausitz in der Planung, ein weiterer auf der polnischen Seite, so die Veranstalter des Camps. Der Energiekonzern Vattenfall betreibt in Brandenburg und Sachsen derzeit fünf Braunkohlegruben und vier Braunkohlekraftwerke. Einige der Tagebaue sollen einmal erweitert werden. Was aus den Plänen wird, ist aber ungewiss, weil der schwedische Staatskonzern seine Braunkohlesparte in der Lausitz verkaufen will. Ein Käufer ist bislang nicht bekannt. Rund 8000 Menschen sind in der Branche beschäftigt.