Zwischenbilanz

Sanierte Hallen ziehen alten Bädern Besucher ab

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Anett Seidler
822.604 Besucher zählten Berlins Hallen- und Freizeitbäder in den ersten drei Monaten 2015

822.604 Besucher zählten Berlins Hallen- und Freizeitbäder in den ersten drei Monaten 2015

Foto: Marion Hunger

Einige Berliner Hallenbäder haben im ersten Quartal 2015 teilweise deutlich in der Gunst der Gäste verloren. Doch es gibt auch Gewinner.

Berlins Hallen- und Freizeitbäder haben im ersten Quartal 2015 an Besuchern gewonnen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der Gäste um 26.473 auf insgesamt 822.604. Das geht aus der Antwort des Staatssekretärs in der Senatssportverwaltung, Andreas Statzkowski, auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Abgeordneten Dennis Buchner hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Aus der Auflistung wird aber auch deutlich, dass die meisten der aufgeführten 35 Einrichtungen der Berliner Bäder-Betriebe (BBB) in den ersten drei Monaten 2015 weniger Besucher verzeichneten als 2014.

Aufgefangen werden konnten diese Verluste allerdings dadurch, dass mit dem Kombibad Spandau Süd Halle (29.888 Besucher), der Schwimmhalle Finckensteinallee in Lichterfelde (19.015) und dem Kombibad Gropiusstadt in Neukölln (20.067) Einrichtungen wieder Gäste anzogen, die im Jahr zuvor wegen Sanierungsarbeiten geschlossen waren. Sie allein bekamen also einen Zulauf von insgesamt 68.970 Besucher.

Beliebteste Bäder und die großen Verlierer

Die drei beliebtesten Bäder waren im ersten Quartal 2015: die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark in Prenzlauer Berg mit 114.374 Gästen, das Stadtbad Schöneberg mit 77.393 und das Stadtbank Lankwitz mit 61.874 Besuchern.

Die drei Einrichtungen mit den größten Verlusten im Vergleich zum ersten Quartal 2014 sind: das Stadtbad Charlottenburg mit minus 14.196 Besuchern, die Schwimmhalle Holzmarktstraße in Mitte mit minus 8869 und die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark mit minus 5469 Gästen. Letztere konnte dennoch ihren Spitzenplatz bei der Zahl der Besucher behaupten.

Aussagen darüber, warum manche Bäder teilweise deutlich in der Gunst der Besucher verloren haben, gab es in der Antwort des Staatssekretärs nicht.

Die Berliner Bäder-Betriebe hatten bereit zum 1. Januar 2014 ihre Tarife für die Hallenbäder erhöht. Die Einzelkarte kostet seitdem 5,50 statt 4,50 Euro, die Familienkarte 11,50 statt acht Euro.