Wir wollten die Spiele

So teuer war Berlins gescheiterte Olympia-Bewerbung

Berlin zahlte 1,6 Millionen Euro an öffentlichen Geldern für seine Olympiabewerbung. Die Hauptstadt unterlag im nationalen Wettstreit Hamburg.

Der Traum von Olympia hat das Land Berlin 1,62 Millionen Euro gekostet. Mit dieser Summe beziffert Sportstaatssekretär Andreas Statzkowski (CDU) die Gesamtkosten der gescheiterten Olympiabewerbung.

Sämtliche Kosten der öffentlichen Hand seien aus dem laufenden Haushalt finanziert worden, versicherte der Staatssekretär in seiner Antwort auf eine Parlamentsanfrage der Grünen-Abgeordneten Anja Schillhaneck. Zusätzliche Mittel seien nicht beansprucht worden.

Größter Einzelposten war mit knapp 1,3 Millionen Euro die Kommunikationskampagne „Wir wollen die Spiele“, in deren Rahmen nicht nur stadtweit Plakate und City-Light-Poster installiert, sondern auch das Brandenburger Tor und der Fernsehturm illuminiert wurden. Knapp 150.000 Euro gaben Senatskanzlei und Stadtentwicklungsabteilung für das Beteiligungskonzept „Was will Berlin?“ aus.

Die Antwortbroschüre für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), mit der Berlin sein Interesse bekundete, die Spiele 2024 oder 2028 auszurichten, schlug mit 60.000 Euro zu Buche, Honorarkosten für freie Mitarbeiter in der Senatskanzlei und der Sportverwaltung mit rund 58.000 Euro.

1,5 Millionen Euro privates Geld

Ziel des Senats sei es gewesen, einen möglichst hohen Anteil der Bewerbungskosten aus privaten Mitteln zu bestreiten. Für die Kommunikationskampagne seien neben dem öffentlichen Geld weitere 1,5 Millionen Euro aus „privaten Geld- und Sachleistungen von Unternehmen“ eingeworben worden. Nach der gescheiterten Bewerbung entstünden keinen weiteren Kosten im Zusammenhang mit Olympia, so Statzkowski.

Berlin unterlag im nationalen Wettstreit um die Bewerbung Mitte März Hamburg. Der DOSB entschied sich nach dem Vergleich der beiden Konzepte für die Hansestadt. Sie wird sich nun beim IOC darum bemühen, im Jahr 2024 oder 2028 die Olympischen und Paralympischen Spiele ausrichten zu dürfen.