Krimi

Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln in Kreuzberg

Kreuzberg-Krimi: Frl. Krise und Frau Freitag jagen den Mörder eines Kollegen aus dem Lehrerkollegium

Frau Freitag und Fräulein Krise sind Lehrerinnen in Berlin. Zum Unterrichten bleibt ihnen in „Der Altmann ist tot“ allerdings wenig Zeit: Die beiden müssen den Mord an ihrem Kollegen Günther Altmann aufklären. Mordmotive gibt es viele, der Lehrer hat sich an seine Schülerinnen herangemacht, er hatte eine Lebensversicherung und seine schwangere Frau längst einen Neuen – außerdem sind da noch die eifersüchtigen Kolleginnen.

Frau Freitag und Frl. Krise ermitteln an der Treppe zwischen Reichstag und Spree, an der das Opfer gefunden wurde, in Moabit, vor allem aber in Kreuzberg. Hier sind die beiden Lehrerdetektivinnen zu Hause, sie kennen die Geschäfte für die „trendige Mama“, den türkischen Hochzeitsladen und den türkischen Markt am Maybachufer. Frl. Krise bekommt es auf dem Heimweg durch den Bergmannkiez mit einem bedrohlichen Verfolger zu tun und lässt am Chamissoplatz gemeinsam mit Frau Freitag ganz nebenbei auch noch die Kinderwagenbande auffliegen.

Sogar ihre Schule liegt mitten im Kiez. Dort horchen sie Kollegen und Schüler aus, bis sie schließlich auf die richtige Spur kommen. Der Kriminalfall ist aber eigentlich nur Nebensache: Die beiden Autorinnen, eine Lehrerin und eine pensionierte Ex-Lehrerin, erzählen vom Alltag im Kiez, von Nachmittagen in Onkel Alis Späti, von Babysitterdiensten und vor allem von ihren Schülern. Das kennt der Leser so ähnlich schon aus den Blogs der Autorinnen („Frl. Krise interveniert“ und „Frau Freitag“), aus den Kolumnen und Büchern wie „Chill mal, Frau Freitag“, die sie ebenfalls unter ihren Pseudonymen und in dem Kiezdeutsch verfassen, dem sie in ihren Schulklassen begegnen. Hier berlinert nur der türkischstämmige Spätibesitzer.

Mit viel Zuneigung beschreiben sie ihre Schüler mit der Dativschwäche („Haben wir jetzt bei Sie, Frl. Krise?“), schütteln den Kopf über die Ergebnisse der Kreuzbergrallye, bei der die Schüler die „Mistharke“ auf dem Platz der Luftbrücke und den ehemaligen Grenzkontrollpunkt „Jackpot Charlie“ entdecken, sind stolz, dass ihre ehemaligen Schüler Emre und Ömür es am Ende doch noch zu einer Ausbildung bei der Polizei gebracht haben.

Und machen sich am Ende auf die Suche nach dem nächsten Täter: Inzwischen gibt es schon zwei Bände der „Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln“-Reihe, der dritte erscheint Ende Oktober.