Berlin

„Horrorhaus“ an der Grunewaldstraße wird modernisiert

Stadträtin gibt Vorhaben des Eigentümers bekannt

Das als „Horrorhaus“ bekannte Gebäude in der Grunewaldstraße soll bald modernisiert werden. Entsprechende Pläne des Eigentümers seien im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg vorgestellt worden, sagte Bezirksstadträtin Sibyll Klotz (Grüne) im Interview mit dem „RBB“. Es müssten allerdings Auflagen des Denkmalschutzes eingehalten werden.

Das Mehrfamilienhaus hatte in den vergangenen Monaten für Aufsehen gesorgt, weil die langjährigen Mieter unter Lärm, Müll und unhygienischen Zuständen litten. Dem Eigentümer wird vorgeworfen, die alten Mieter vertreiben zu wollen, um das leere Haus mit viel Gewinn zu verkaufen. Er soll zudem Roma-Wanderarbeitern aus Rumänien überhöhte Mieten abgenommen haben. Zeitweise wohnten 200 Roma dort. Die Polizei zählte von November 2014 bis Mai dieses Jahres 200 Einsätze in dem „Horrorhaus“.

Anwohner hatten immer wieder Anzeige erstattet, weil es zu Einbrüchen, Gewalttätigkeiten und Drohungen kam. In einem Fall musste sogar ein Spezialeinsatzkommando aus Brandenburg in das Haus gehen, um einen vermeintlich mit einem Messer bewaffneten Mann zu suchen. Die Politik, vor allem das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, hatte mehrmals versucht, über den Eigentümer eine Lösung herbeizuführen. Allerdings war das Wohnungsamt mit den Schlichtungsversuchen immer wieder gescheitert. Schließlich lenkte der Eigentümer ein.