Berliner Feurwehr

„Wir sind glimpflich durch das Gewitter gekommen“

Die Berliner Feuerwehr registrierte nur sieben witterungsbedingte Einsätze. Das Gewitter hat aber eine deutliche Abkühlung gebracht.

Verblitzter Himmel über Berlin: Das Gewitter richtete aber keine größere Schäden an

Verblitzter Himmel über Berlin: Das Gewitter richtete aber keine größere Schäden an

Foto: Matthias Balk / dpa

Das Gewitter hat kaum Folgen für Berlin gehabt. Die Berliner Feuerwehr meldete am Mittwochmorgen lediglich sieben Einsätze, die man dem Wetter zuschreiben könne. „Wir sind glimpflich durch das Gewitter gekommen“, resümierte ein Mitarbeiter des Lagezentrums.

Auf die Sommerhitze der vergangenen Tage war am Dienstagabend ein kräftiges Gewitter gefolgt. Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung für Berlin ausgegeben, die er am späten Abend wieder aufhob.

Abfertigung inn Schönefeld unterbrochen

Fluggäste bekamen das Gewitter in Schönefeld kurzzeitig zu spüren. Die Abfertigung am Flughafen musste für eine halbe Stunde unterbrochen werden.

Etwas stärker wütete das Gewitter in Brandenburg. So hat ein umgestürzter Baum die Stromversorgung in Luckenwalde (Teltow-Fläming) zeitweise unterbrochen. Wie die Polizei am Mittwoch in Potsdam mitteilte, fielen bei den Gewittern am Dienstagabend über Brandenburg zahlreiche Bäume um - verletzt wurde niemand.

Vereinzelt lösten Blitze auch kleinere Waldbrände aus. Das genaue Ausmaß der Schäden wird sich erfahrungsgemäß aber erst im Laufe des Tages zeigen.

Das Gewitter hatte auch eine positive Folge: Der am Dienstagnachmittag wieder aufgeflammte Brand auf der Militärbrache „Altes Lager“ bei Jüterbog (Teltow-Fläming) wurde am Abend vom Regen gelöscht.

Millionen-Schaden durch Windhose in Rheinland-Pfalz

Anderswo in Deutschland sorgten Unwetter für größere Schäden. Besonders betroffen war der Ort Framersheim in Rheinland-Pfalz, durch den laut Polizei eine Windhose zog. Der Bürgermeister sprach von einem Schaden in Höhe von acht bis zehn Millionen Euro. Menschen verletzten sich nur beim Aufräumen leicht. In Kelbra in Sachsen-Anhalt kippte durch den Sturm ein Wohnwagen um - ein Mensch wurde schwer, ein anderer leicht verletzt.

Umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller und abgedeckte Dächer hielten die Einsatzkräfte in Teilen Deutschlands bis in die frühen Morgenstunden auf Trab. Ein Blitz schlug im bayerischen Wiedergeltingen in eine Scheune ein. Wiederkehrende Stromausfälle meldete die Polizei im baden-württembergischen Weinheim.

Deutliche Abkühlung in der Region

Nach dem Gewitter hat es sich in Berlin deutlich abgekühlt. Die Temperatur sinkt auf angenehmere 25 Grad. Am Donnerstag wird es dann noch kühler, das Quecksilber erreicht nur noch 19 Grad und es ist regnerisch.

Zum Wochenende wird das Wetter dann wieder besser. Am Freitag bleibt es trocken, der Regen hört auf und es wird auch wieder wärmer. Sind es am Freitag rund 20 Grad, steigt das Thermometer dann auf 25 Grad am Wochenende. Am Sonntag müssen die Berliner dann allerdings wieder mit Schauern rechnen.