Berlin & Brandenburg

Mehrere Badetote - Lebensretter 300 mal im Einsatz

Am Wochenende sind in Berlin und Brandenburg mehrere Menschen bei Badeunfällen gestorben. Die Berliner DLRG war im Dauereinsatz.

Im Plötzensee in Berlin ist ein Mann ertrunken

Im Plötzensee in Berlin ist ein Mann ertrunken

Foto: dpa

Der am Plötzensee seit zwei Tagen vermisste Badegast ist nach Informationen der Berliner Morgenpost am Montagmorgen tot geborgen worden. Der Mann war am Freitagabend an einer so genannten wilden Badestelle gegenüber dem Strandbad Plötzensee ins Wasser gegangen und dann nicht wieder aufgetaucht.

Insgesamt musste die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Wochenende in Berlin zu knapp 300 Einsätzen ausrücken. In 220 Fällen musste erste Hilfe wegen Verletzungen und Kreislaufproblemen geleistet werden. 30 mal wurden Menschen von gekenterten Booten gerettet.

Zudem gab es mehrere Notrufe wegen vermisster Personen. Auch am Schlachtensee wurde die DLRG am Sonntag wegen einer verschwundenen Person alarmiert. Die Absuche des Sees, bei der auch Taucher eingesetzt wurden, blieb ergebnislos. Erst als per Lautsprecherdurchsage nach dem Mann gesucht wurde, meldete er sich wohlbehalten.

Drei Badetote in Brandenburg

Ein 25-jähriger Mann aus Kamerun ging in einem See im Kurort Bad Liebenwerda (Elbe-Elster) beim Baden unter. Rettungskräfte fanden die Leiche im Zeischaer Kiessee. Über die Ursache lagen keine Erkenntnisse vor. Badegäste hatten am Sonntagnachmittag die Rettungskräfte alarmiert. Die Suche war zunächst erfolglos geblieben.

Erst am Samstagabend hatten Taucher die Leiche eines 63-Jährigen in der Uckermark entdeckt. Nach Polizeiangaben war er mit dem Auto am Freitagmorgen zum Mündesee bei Angermünde gefahren, kam aber nicht mehr zurück. Der Wagen wurde dort gefunden. Am Freitag war zudem ein 77-Jähriger beim Baden im Nymphensee bei Brieselang (Havelland) ertrunken.

37 tödliche Badeunfälle in Polen

In Polen ertranken am ersten dortigen Ferienwochenende 37 Menschen, darunter ein siebenjähriges und ein 13 Jahre altes Mädchen. Nach Angaben der Polizei kamen damit seit Beginn der Badesaison im Mai bereits 124 Menschen bei Badeunfällen ums Leben.

Polizei und Innenministerium hatten erst in der vergangenen Woche Warnungen wiederholt, nur nüchtern in den Flüssen oder Seen zu schwimmen und Kinder nur unter Aufsicht ins Wasser zu lassen.